
- Wirsingauflauf - Nadine Schwan
Rotkohl zum Sonntagsbraten, Sauerkraut zu Kassler oder ein leckerer Kohleintopf - ein Muss wenn es draußen ungemütlich und kalt wird. Gerade im Winter und Herbst schmecken die deftigen Gemüsesorten besonders gut und sind zudem recht günstig zu haben. Zur Familie der Kohlgemüse gehören aber nicht nur die oben genannten, sondern auch noch Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Grünkohl, Rosenkohl, Kohlrabi, Pak Choy, Weißkohl und Wirsing.
Warenkunde Kohl
Der Wirsing fällt besonders durch seine gekräuselten, dunkelgrünen Blätter auf. Und hat im Gegensatz zum Weißkohl eine wesentlich lockere Struktur. Was den Nährwert angeht sind sie jedoch vergleichbar und mit ca. 25 kcal/pro 100g sehr kalorienarm.
Zu den Klassikern unter den Wintergemüsen gehören ganz klar der Rotkohl und der Grünkohl. Der Grünkohl besteht aus stark gekräuselten Blättern und sieht eher aus wie ein Strauß als ein Kohlkopf. Geerntet wird er schon ab November, richtig lecker schmeckt er aber erst wenn die Blätter den ersten Frost abbekommen haben. Dann wird die enthaltene Stärke abgebaut und es entsteht ein fein süßliches Aroma. Wer keine Geduld hat ,kann diesen Prozess auch in der Gefrierkühltruhe nachahmen. Passend zu Mettenden, Kassler und Kohlwurst darf er im Winter auf keinen Fall fehlen. Ganz besonders bemerkenswert ist der hohe Gehalt an ß-Carotin (5,2 mg pro 100g), sowie der Vitamin C- und Kaliumgehalt. Damit steht einem starken Immunsystem nichts mehr im Wege.
Rot- und Weißkohl im Vergleich
Rotkohl dagegen fällt - wie der Name schon sagt - durch seine Farbe auf. Passend zur Weihnachtsgans oder zum Braten gehört das beliebte Gemüse besonders im Winter auf den Speiseplan. Der Farbstoff Anthocygan macht den Kohl so leuchtend rot, verstärkt wird seine Wirkung durch die Zugabe von Säure. So kann man entweder einen Schuss Essig oder Zitronensaft hinzufügen, um diese zu erhalten. Aber nicht nur als warmes Gemüse ist der Rotkohl ein Genuss, auch als Rohkostsalat mit Äpfeln oder Orangen schmeckt er gut.
Weißkohl schmeckt ebenfalls als Salat, so kann man daraus köstliche Krautsalate machen. Aber auch für Krautwickel oder Kohlrouladen ist das Gemüse geeignet, meist wird dafür jedoch der Spitzkohl verwendet, welcher zarter ist und sich somit auch leichter verarbeiten lässt. Am häufigsten wird der Weißkohl jedoch zu Sauerkraut verarbeitet. So ist er lange haltbar und trotzdem noch vitaminreich.
Wirsingauflauf für 4 Personen
Zutaten:
1 Wirsing
600g Kartoffeln
500g Hackfleisch (halb und halb)
2 Zwiebeln
200 ml Sahne
200 ml Wasser
20 g Mehl
150 g Käse
2 EL Öl
Salz, Pfeffer, gekörnte Brühe
Zubereitung:
- Den Wirsing waschen, Strunk entfernen und in kleine Stücke schneiden. In der Zwischenzeit die Kartoffeln als Pellkartoffeln ca. 20 Minuten lang garen. Danach schälen und in Scheiben schneiden.
- Die Zwiebeln würfeln und zusammen mit dem Wirsing in einem großen Topf mit etwas Öl anschwitzen. Mit dem Wasser ablösen und mit gekörnter Brühe verfeinern. Das Mehl mit etwas Wasser anrühren und langsam einrühren.
- Dann die Sahne dazu geben und das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Das Hackfleisch ebenfalls mit etwas Salz und Pfeffer würzen und in einer Pfanne leicht anrösten.
- Die Kartoffelscheiben in eine große Auflaufform geben, dann den Wirsing darauf verteilen und oben die Hackklößchen darauf geben und mit Käse im Backofen bei 180°C ca. 20 min lang überbacken.
