
- enorm - Wirtschaft für den Menschen - Social Publish Verlag
„Es ist an der Zeit. Zeit für ein neues Denken. Zeit für neue Ideen. Zeit für eine kleine Revolution. Das Magazin enorm ist ein unabhängiges Wirtschaftsmagazin, das an die Überwindung gesellschaftlicher Missstände zum Wohle des Menschen mittels des Gedankens des Social Business in all seinen Facetten glaubt und mit daran arbeiten möchte.“ So stellte sich das neue Magazin mit dem Untertitel „Wirtschaft für den Menschen“ im März dieses Jahres vor.
Vom Business zum Social Business
Wirtschaft war bislang fast kritiklos verbunden mit aggressiven Vorgehensweisen. Gewinnoptimierung um jeden Preis hieß die Devise. Menschen, vor allem angeblich weniger leistungsfähige, ganze Länder, die Umwelt unseres Planeten und generell Ethik blieben dabei oft genug auf der Strecke. Wirtschaftsmagazine wurden von und für Leute gemacht, die genau auf dieser Linie lagen. Mahnern des Systems wurde oft eine Losermentalität vorgeworfen.
Inspiration und Orientierung für eine nachhaltige, soziale Wirtschaft
Dass es auch anders geht, zeigen Ansätze einer neuen, sozialen und nachhaltigen Wirtschaft, wie sie im buddhistischen Königreich Bhutan praktiziert oder in Büchern wie „Wir sind die Wirtschaft“ von Kai Romhardt beschrieben wird. Das neue Magazin enorm passt da gut ins Bild. Es geht den wichtigen Schritt von der beschreibenden Theorie einer besseren Wirtschaft zur Praxis. Zeigt Menschen und Unternehmen, die anders wirtschaften.
Kluge Wirtschaft statt reinem Gutmenschentum
Wirtschaft per se wird in den Beiträgen ganz und gar nicht verteufelt, denn das ist ja oft das Fatale im reinen Gutmenschentum, das zwar mahnend den Finger hebt, aber keine wirklichen Lösungen präsentiert. enorm stellt bei Wirtschaftsthemen allerdings ganz konsequent Social Business und Social Entrepreneurship in den Mittelpunkt. Es geht um die Verbindung von sozialem Engagement und wirtschaftlichem Denken und steht damit für eine neue, ethisch begründete Form des Wirtschaftens. Im Sinn einer Marktwirtschaft, die für den Ausgleich zwischen Arm und Reich sorgt und zugleich die natürlichen Ressourcen erhält. Dass dies bereits heute möglich ist und an vielen Orten der Welt erfolgreich vorgelebt wird, das will das Magazin vor Augen führen.
Business Angels und Neue Wirtschaft
In jedem Heft werden Business Angels vorgestellt: Menschen, die sich in der Frühphase finanziell an Unternehmen beteiligen und in erster Linie von der Geschäftsidee oder dem Unternehmer überzeugt sind. Etablierte Unternehmen werden zu ihren sozialen Projekten befragt, so erfährt man etwas über Danones sozialer Joghurtfabrik in Bangladesch. Verbraucherinformationen thematisieren kommende Apps fürs Handy, die Auskunft über das Produkt im Hinblick auf Gesundheit, Umwelt, Gesellschaft bieten. Einfach Produkt scannen und schon wird aus dem unwissenden ein wissender Verbraucher. Diese und die vielen anderen Themen aus Öko und Social Business, Reportagen über soziale Projekte und Interviews füllen das rund 130 Seiten starke Heft. Dazu gibt es hochwertige, teils großformatige Fotos und das Ganze kommt in klarem und übersichtlichem Layout auf umweltgerechtem Papier daher. Fehlanzeige dagegen bisher bei Anzeigenwerbung im redaktionellen Teil. Eine Wohltat für Leser, aber vermutlich keine Freude für die Redaktion, die hoffen dürfte, recht bald mehr Anzeigenkunden zu gewinnen.
Zielgruppe sind mündige Verbraucher
Das Ziel, seinen Lesern Inspiration und Impulse zu bieten, damit sie in ihrem privaten und beruflichen Umfeld selbst etwas verändern können, setzt auf mündige Verbraucher oder solche, die es werden wollen. Leute also, die nicht nur auf Taten von Politikern warten wollen. Dazu werden Information und Anregungen geliefert. Nicht grau und staubtrocken, sondern unterhaltsam und journalistisch gut gemacht. Dabei will enorm auch die Atmosphäre transportieren, in der moderne, nachhaltige Projekte heute gedeihen. Nicht angestrengt und verkrampft, sondern mit verdammt viel Spaß an der Sache und einer Gewinnoptimierung, die nicht primär auf der finanziellen Seite liegt, sondern weit darüber hinausgeht. So jedenfalls präsentieren sich die im Magazin Porträtierten.
Fördern durch ein Abonnement – Social Business Angel werden
Wer enorm abonniert, wird dabei gleichzeitig auch zum Förderer viel versprechender Ideen, denn 15 Prozent des Abo-Preises werden in ökosoziales Unternehmertum investiert. So kann jeder Einzelne zum Unterstützer werden, damit wichtige Projekte fortgeführt und gute Ideen gestartet werden. Jeder Abonnent wird so zum Social Business Angel und ein aktiver Förderer von Wirtschaft für den Menschen
Verlag und Redaktion von enorm
Enorm erscheint vierteljährlich im eigens gegründeten Social Publish Verlag. Das Redaktionsteam um Chefredakteur Thomas Friemel und seine Stellvertreterin Oda Albers setzt sich aus erfahrenen Journalisten, Fotografen und Fachleuten zusammen, die unter anderem schon für stern, FAZ, Handelsblatt, Süddeutsche, Frankfurter Rundschau, ZEIT, Welt amSonntag und viele mehr recherchiert, getextet und fotografiert haben.
Die Autorin schrieb auch den Artikel "Buddhismus als Ansatz für ein neues Wirtschaftssystem?"
