Wirtschaftskrise ohne Ende? - eine Rezension

Wirtschaftskrise ohne Ende? - hep Verlag
Wirtschaftskrise ohne Ende? - hep Verlag
Aymo Brunetti erklärt stichhaltig die wirtschaftlichen Krisen der vergangenen Jahre.

Aymo Brunetti ist seit zwölf Jahren für die Direktion für Wirtschaftspolitik im Staatssekretariat für Wirtschaft in der Schweiz tätig. Er befasst sich gründlich mit der Begutachtung nationaler und internationaler Wirtschaftsentwicklung. Ein Lehrbuch über die Volkswirtschaft hat er bereits herausgegeben. Im Juni 2011 ist sein neuestes Buch "Wirtschaftskrise ohne Ende?" im hep Verlag erschienen.

Eine Analyse der weltweiten Krise

In seinem aktuellen Wirtschaftsbuch "Wirtschaftskrise ohne Ende?" erklärt der Schweizer Aymo Brunetti mit verständlichen Worten die Ursachen der weltweiten Krise. Auf 176 Seiten kompakt zusammengefasst, findet der Leser, nach einer kurzen Einführung in die Materie, sechs große Kapitel, die sich mit den wechselseitigen Zusammenhängen der nationalen und internationalen Wirtschaftskrisen befassen. Der Autor erklärt verständlich den Ablauf der Krise und stellt die daran beteiligten Firmen und Staaten vor. Er schreibt weiterhin über den amerikanischen Immobilienmarkt als potentiellen Krisenauslöser. Aymo Brunetti geht in dem darauf folgenden Kapitel auf die globalen Auswirkungen ein. Es folgt ein Abriss über die Reaktionen der Wirtschaftspolitik und ein Ausblick auf die Zukunft. In seinem Schlusswort geht der Autor noch einmal darauf ein, ob und wann die globale Krise ein Ende findet. Das Buch besitzt zur Vervollständigung noch ein Mini-Finanzlexikon zum Nachschlagen einzelner Fachbegriffe.

Der Beginn der globalen Finanzkrise

Vor vier Jahren , am 9. August 2007, fand die amerikanische Immobilienkrise ihren Anfang. Große Banken bauten gegenseitig ein Misstrauensverhältnis auf und das Entgegenkommen, sich wechselseitig Geld zu leihen, war fast nicht mehr vorhanden. Etliche kleine Banken sowie eine Großbank verschwanden von der Bildfläche. Viele Betriebe wurden mit enormen staatlichen Geldern vor dem Bankrott gerettet. Die europäische Schuldenkrise folgte der amerikanischen Immobilien- und Bankenkrise auf dem Fuß. Auch hier wurde zur Rettung einzelner Institutionen eine gigantische Summe an Steuergeldern verwendet. Ein Ende der Krise ist bis heute offen. Viele Menschen ziehen heutzutage einen Vergleich mit der Wirtschaftskrise der 30iger Jahre, allerdings sind die Folgen vier Jahre nach Ausbruch der Krise bedeutend geringer als die damaligen. Der Autor schiebt das auf das umsichtige Verhalten der beteiligten Organisationen.

Fazit

Wer sich nicht tagtäglich mit Wirtschaftsthemen und der Finanzkrise beschäftigt, bekommt mit dem Buch "Wirtschaftskrise ohne Ende?" ein kompaktes Nachschlagewerk in die Hand. Die Wortwahl des Autors ist auch für Laien verständlich und macht die trockene Materie interessant. Hervor zu heben ist der logische Aufbau des Buches sowie das kleine Finanzlexikon am Ende. "Wirtschaftskrise ohne Ende?" erklärt fundiert die großen Krisen der letzten Jahre, ohne überheblich zu sein. Sehr empfehlenswert!

"Wirtschaftskrise ohne Ende?" von Aymo Brunetti, erschienen am 14. Juni 2011 im hep Verlag, gebunden, 176 Seiten, 22 Euro, ISBN 978-3-03905-688-0

Die Autorin bedankt sich beim hep Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright hep Verlag

Gabriele Pagenhardt von Mainberg, Gabriele Pagenhardt von Mainberg

Gabriele Pagenhardt von Mainberg - Vor einigen Jahren war ich für ein Berliner Internet-Magazin im Bereich Veranstaltungs- und Ausflugstipps tätig und für ...

rss