Wissenschaftliche Arbeiten zum Abschluss als Bachelor oder Master

Bachelor und Master - Prof. Dr. Mintken
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Hausarbeiten und wissenschaftliche Abschlussarbeiten erfordern Fachkenntnisse und methodische Fähigkeiten, gefragt ist die wissenschaftliche Arbeitsweise.

Jedes wissenschaftliche Studium umfasst notwendigerweise auch die Einführung in die wissenschaftliche Arbeitsweise. Hausarbeiten und Referate stellen dazu Lern- und Übungsmöglichkeiten während des Studiums dar, in akademischen Abschlussarbeiten soll der Nachweis der erworbenen Fähigkeiten erbracht werden. Abschlussarbeiten sind nach der inzwischen weitgehend erfolgten Umstellung des deutschen Studiensystems auf die Vereinbarungen nach dem Bologna-Prozess überwiegend die Bachelor-Arbeit und die Master-Arbeit, auch als Thesis bezeichnet.

Rahmenbedingungen für Abschlussarbeiten

Die inhaltlichen Schwerpunkte und die notwendigen Arbeitsweisen unterscheiden sich nach Fächern und Fächergruppen. So sind in den technischen und in den naturwissenschaftlichen Fächern Konstruktionsaufgaben, Programmieraufgaben oder Labormessungen erforderlich, über die mit Zeichnungen, Programmdokumentationen und Berechnungen zu berichten ist. In wirtschaftlichen, sozialwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Fächern dominieren dagegen schriftliche Darstellungen, wobei auch empirische Arbeitsschritte und statistische Berechnungen eingeschlossen sein können.

Sämtliche Arbeitsschritte sind nach den fachlich anerkannten Regeln durchzuführen, sofern Normen des Deutschen Instituts für Normung (DIN) oder vergleichbarer Institutionen bestehen, sind diese anzuwenden. Der Umfang der zu erledigenden Aufgabe wird vom Aufgabensteller an die in der Prüfungsordnung vorgesehene Bearbeitungszeit angepasst. In der Prüfungsordnung ist ferner das Anforderungsniveau für die jeweiligen Aufgaben in allgemeiner Form festgelegt. Weitere Ausführungsbestimmungen zur Form und zum Inhalt der geforderten Leistungen können vom jeweils zuständigen Prüfungsausschuss festgelegt werden.

Unterschiede zwischen Bachelor- und Master-Arbeiten

In einer Hausarbeit ist üblicherweise eine begrenzte Fragestellung oder ein klar strukturiertes Problem mit den üblichen Methoden des Fachs in wissenschaftlicher Form systematisch und differenziert bearbeiten. Die Bearbeitungszeit dafür bewegt sich in dem Rahmen von einer Woche bis vier Wochen. Dies führt bei rein textlichen Bearbeitungen zu etwa 10 bis 20 Textseiten.

Gegenstand einer Bachelor-Arbeit ist ein definiertes Problem, das mit selbst auszuwählenden Methoden nach wissenschaftlichen Regeln zu bearbeiten ist. Als Bearbeitungszeit sind je nach Fach und Hochschule sechs Wochen bis vier Monate vorgesehen. Bei rein textlicher Bearbeitung wird ein Umfang von rund 25 bis 50 Textseiten erwartet.

Die Master-Arbeit umfasst ein komplexes Problem, das vom Bearbeiter zu strukturieren und mit selbst auszuwählenden Methoden innerhalb einer Bearbeitungszeit von drei bis sechs Monaten nach wissenschaftlichen Regeln zu bearbeiten ist. Die Tragfähigkeit der gefundenen Lösung ist fundiert zu beurteilen. Handelt es sich um eine rein textliche Bearbeitung, wird ein Umfang von etwa 50 bis 100 Textseiten erwartet.

Gemeinsamkeiten im Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit

Gemeinsam ist den Anforderungen an die verschiedenen Arbeitsproben die Beachtung der wissenschaftlichen Arbeitsweise. Dies bedeutet umfassende Bearbeitung, vollständige Dokumentation, Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Der grobe Aufbau solcher Qualifikationsarbeiten folgt formal der Dreiteilung in Einleitung, Hauptteil, Schluss, wobei jeweils weitere Unterteilungen möglich und sinnvoll sind. Für die Kapitel, Abschnitte und Unterabschnitte sind inhaltlich aussagekräftige Überschriften zu bilden.

Inhaltlich ist zunächst mit Hilfe einer Literaturanalyse eine fachliche Basis zu schaffen, um davon ausgehend konkrete Untersuchungsfragen zu formulieren. Zur Beantwortung der Untersuchungsfragen ist eine geeignete Methode begründet auszuwählen. Die Untersuchung ist genau zu dokumentieren, die Ergebnisse werden vollständig und wahrheitsgemäß dargestellt, kommentiert und mit angemessener Zurückhaltung interpretiert. Generell wird empfohlen, die neuen Ergebnisse in den Mittelpunkt der Kommentierung zu stellen.

Allgemeine formale Vorgaben sind die Beachtung von Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung sowie der einschlägigen DIN-Normen. Fachspezifische oder institutionenspezifische formale Vorgaben können die allgemeinen Anforderungen ergänzen.

Literatur- und Quellenhinweis

DIN 1422-4: 1986-08. Veröffentlichungen aus Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Verwaltung. Gestaltung von Forschungsberichten.

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Karl-Heinz Mintken - Prof. Dr. Karl-Heinz Mintken VDI Freier Wissenschaftler Dipl.-Päd. Dipl.-Ing. Aktuell: Lehr- und Prüfungstätigkeit ...

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