Wissenswertes rund um das Immunsystem

Wie die Abwehrkräfte richtig gestärkt werden

Das Immunsystem ist täglich verschiedenen Belastungen ausgesetzt. Natürliche Heilpflanzen und eine gesunde Lebensweise tragen dazu bei, die Abwehrkräfte zu stärken.

Unser Organismus ist täglich vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Um diese gut zu verkraften und dabei gesund zu bleiben, ist ein funktionstüchtiges Immunsystem unentbehrlich. Das körpereigene Abwehrsystem ist dabei das ganze Jahr über gefordert, ganz besonders aber in der kalten und nassen Jahreszeit.

Deshalb ist es wichtig, das Immunsystem in Schwung zu halten und gezielt zu stärken. Hierzu gehört eine vitalstoffreiche Ernährung ebenso wie regelmäßige Bewegung in Freien sowie die Abhärtung des Körpers. Auch Heilpflanzen können unsere Abwehrkräfte unterstützen.

Interessantes über unser Immunsystem

Das Immunsystem stellt einen komplizierten Abwehrmechanismus dar, welcher sich aus einer Vielzahl verschiedener Zellen und Eiweißkörper zusammensetzt, die im gesamten Körper verteilt sind. Es dient der Abwehr von körperfremden Substanzen und Krankheitserregern, ist aber auch für die Erkennung und Entfernung von krankhaften körpereigenen Zellen zuständig. Das Immunsystem gliedert sich in das unspezifische (angeborene) Immunsystem und das spezifische (erworbene) Immunsystem auf.

Das unspezifische Immunsystem nutzt vor allem Abwehrzellen, die eine erste Schutzlinie gegen Krankheitserreger bilden und versuchen, diese unabhängig von ihrer Art in Schach zu halten. Wenn das nicht ausreicht, setzt mit einigen Tagen Verzögerung die spezifische Immunabwehr ein, die sich jeweils gezielt gegen einen ganz bestimmten Krankheitserreger richtet und deshalb sehr effizient ist.

Beide Systeme ergänzen sich auf diese Weise bei der Immunantwort. Es gibt eine Vielzahl von Ursachen, die das Immunsystem schwächen. Hierzu zählen unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel, Alkohol- und Nikotingenuss, zu starke Einwirkung von UV-Strahlung, Umweltgifte, „negativer" Stress, Schlafmangel, Hochleistungssport, Klimawechsel, chronische Erkrankungen und die Einnahme verschiedener Medikamente. Ein geschwächtes Abwehrsystem äußert sich beispielsweise in ständig wiederkehrenden Infektionen oder schlecht heilenden Wunden.

Heilpflanzen für Erkältung und Immunsystem

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass verschiedene Heilpflanzen bei Erkältungen das Immunsystem sinnvoll unterstützen können.

  • Sonnenhut

Der Sonnenhut (Echinacea purpurea) ist als alte Heilpflanze bekannt. Bereits die nordamerikanischen Indianer verwendeten die Pflanze als Antiseptikum gegen Entzündungen. Echinacea gilt als pflanzlicher Immunmodulator, der in der Lage ist, die körpereigenen Abwehrkräfte zu mobilisieren.

Nach derzeitigem Kenntnisstand sind verschiedene Inhaltsstoffe für die immunstimulierenden Eigenschaften von Echinacea verantwortlich, wobei den Zuckerstrukturen eine besondere Bedeutung zukommt. Darüber hinaus enthält der Sonnenhut als weiteren Bestandteil u. a. ätherische Öle und Flavonoide.

  • Spitzwegerich

Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata), eine ursprüngliche in Europa beheimatete Pflanze, war bereits in der Antike eine geschätzte Heilpflanze bei Hautkrankheiten. Seit dem Mittelalter ist die Pflanze auch für ihre spezifische Wirkung auf Bronchien und Lunge bekannt.

Heute gilt die Anwendung von Spitzwegerichblättern bei Katarrhen der Atemwege und entzündlichen Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut als wissenschaftlich anerkannt. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen dieser Heilpflanze gehören Iridoidglykoside, Schleim- und Gerbstoffe, Flavonoide und Kieselsäure. Während die Schleimstoffe reizlindernde Eigenschaften besitzen, wirken die Gerbstoffe zusammenziehend und die Iridoide bakterienhemmend.

  • Eukalyptus

Der blaue Eukalyptus (Eucalyptus globulus), aus dessen Blättern das für Heilzwecke verwendete Öl gewonnen wird, ist ein immergrüner Baum, der zur Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae) gehört und in Australien und Indonesien heimisch ist.

Das ätherische Öl wird mittels Wasserdampfdestillation aus den Blättern und Zweigen gewonnen. Die wesentlichen Inhaltsstoffe des ätherischen Öls sind Cineol, Gerbstoffe und Triterpene. Das Öl wird in der Heilkunde zur Schleimlösung und Erleichterung des Abhustens verwendet. Zudem besitzt es entzündungshemmende Eigenschaften.

Eine Grundvoraussetzung für ein gut funktionierendes Immunsystem ist außerdem eine ausreichende Versorgung mit allen Vitaminen und Mineralstoffen.

Tipps zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte

Regelmäßige körperliche Aktivität an der frischen Luft bei jedem Wind und Wetter trägt zur Stärkung der eigenen Abwehrkräfte bei. Durch Ausdauersport steigt die Zahl der körpereigenen Abwehrzellen an. Allerdings sollte man hierbei auf das richtige Maß achten, da übermäßiger Sport das Immunsystem schwächt. Wer seinen Körper regelmäßig abhärtet, trainiert das Immunsystem. Hierfür eignen sich Wechselduschen, Saunagänge und Kneippgüsse.

Damit das Immunsystem richtig funktionieren kann, benötigt es eine Vielzahl von Nährstoffen wie Vitamine, Mineralstoffe und hochwertiges Eiweiß. Besonders wichtig sind Antioxidanzien wie Vitamin A, C und E sowie die Spurenelemente Zink und Selen. Die Nahrung sollte deshalb reich an Obst, Gemüse, Fisch, Ei und magerem Fleisch sein.

Durch Trinken, insbesondere von warmen Flüssigkeiten, werden die Schleimhäute der Atemwege befeuchtet. Dadurch trocknen diese nicht so leicht aus und sind weniger anfällig gegenüber Krankheitserregern. Auch wenn schon eine Erkältung besteht, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sehr wichtig.

Die Wohnung sollte nicht überheizt werden und die Luft nicht zu trocken sein, da Mund, Nase und Rachen ansonsten anfälliger für Viren sind. Die idealen Temperaturen liegen für den Wohnraum bei 21°C und für das Schlafzimmer bei 18°C. Auch genügend Schlaf in gut durchlüfteten Räumen unterstützt die körpereigenen Abwehrkräfte.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.