Wohin bei schlechtem Wetter? Zu Fledermäusen und Panthern

Liebling der Kinder: der schwarze Panther - Eckstein
Liebling der Kinder: der schwarze Panther - Eckstein
Die besten Tipps bei Schmuddelwetter: Der Münchener Tierpark Hellabrunn ist dank seiner vielen Tierhäuser auch bei Regen ein attraktives Ziel.

Ein Zoobesuch bei Schnee und Regen? Ist ein Tierpark nicht das klassische Ziel bei Sonnenschein? Normalerweise schon, der Münchener Tierpark Hellabrunn kann allerdings dank seiner vielen Tierhäuser auch bei ungemütlicher Witterung besucht werden. Das hat den Vorteil, dass man die Tiere in ihren Häusern auch näher erleben kann als in der Weitläufigkeit der Außengehege – vorausgesetzt, Affen, Raubkatzen und Co. finden das Wetter ebenso kalt und nass und bleiben lieber im Trockenen.

Erstes Ziel Affenhaus

Die Lieblinge der Kinder, die Affen, finden sich gleich in der Nähe des Flamingoeingangs. Im ersten Affenhaus leben Schimpansen und Gorillas; besonders beliebt ist die kommentierte Fütterung um 14 Uhr, bei dem Tierpfleger ihre Schützlinge vorstellen und über Gewohnheiten und Eigenschaften informieren. Unter dem gleichen Dach leben auch die drei Alligatoren des Tierparks, außerdem ist das unterirdische Aquarium über einen Verbindungsgang zu erreichen. Giftschlangen, Piranhas, Schwämme, Riffhaie, Seepferdchen und viele hundert Fische in allen Farben des Regenbogens: Hier sollte man einen längeren Aufenthalt einplanen.

Nur ein paar Schritte weiter findet man das „Orang Utan-Paradies“, in dem sich nicht nur die orangenen Riesenaffen finden, sondern auch Kattas und Totenkopfäffchen, die ihre Anlage sogar über eine Hängebrücke verlassen und den Zoo durchstreifen können. In einem Nebengebäude befindet sich auch das Artenschutzzentrum TNA.

Löwe, Panther und Co.

Eine besondere Attraktion ist das Dschungelzelt: Durch die besondere Architektur hat man das Gefühl, im Freien zu sein. Die haushohen Palmen und Bäume bilden ein Zuhause für freifliegende Vögel und Schmetterlinge, in den Wipfeln hängen Flughunde (sehr schwer zu entdecken), in den Gehegen räkeln sich Panther, Tiger und natürlich der König der Tiere.

Da das Elefantenhaus gerade wegen Renovierung geschlossen ist, geht es weiter zum Schildkrötenhaus und schließlich zur Villa Dracula; eine künstliche Grotte, in der Fledermäuse frei umherfliegen, gut zu sehen im Schwarzlicht – aber Vorsicht: Die nahe am Gesicht entlang fliegenden Tierchen sind nichts für schwache Nerven. Wer aber näher tritt, wird staunen, wie geschickt und possierlich die zu Unrecht geschmähten Flugsäuger sind.

Neue Eisbärenanlage

Pudelwohl bei Schnee und Kälte fühlen sich die Eisbären in ihrer im Sommer neu gestalteten Anlage: Auf 2.800 Quadratmetern befinden sich neben Freiflächen Schwimm- und Tauchbecken, eine Mutter-Kind-Anlage und eine große Höhle, in die sich die Bären zurückziehen können.

Ein Wahrzeichen Hellabrunns befindet sich ungefähr in der Mitte des Parkes, die Großvolière, in der man unter Freilandbedingungen Vögel beobachten kann. Die besondere Attraktion hier ist die Kolonie der Roten Sichler und die umherlaufenden Schwarzstörche.

Nachteil eines Winterausflugs ist allerdings, dass einige Kioske nicht geöffnet sind, ebenso wie das Streichelgehege und die Kinderattraktionen am Spielplatz. Doch der Spielplatz selbst entschädigt dafür, außerdem die Tatsache, dass man die Tiere ausgiebig beobachten kann, was an einem sonnigen und daher meist überlaufenen Sonntag nur schwer möglich ist.

Patricia Eckstein, Eckstein

Patricia Eckstein - Seit meinem Studienabschluss als Magister Artium im Fach Theaterwissenschaft 1999 arbeite ich als Journalistin; zunächst als ...

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