
- Muffin mit roten Johannisbeeren - Stephanie von Keitz
im Gegensatz zu Erdbeeren, Kirschen, Heidelbeeren oder auch schwarzen Johannisbeeren erfreut sich die rote Johannisbeere aufgrund ihres säuerlichen Geschmacks nicht allzu großer Beliebtheit. Jedoch hat die rote Johannisbeere den Vorteil, dass sie jedes Jahr, beinahe witterungsunabhängig, reichlich Früchte trägt. Wer die säuerlichen Beeren frisch vom Strauch nicht mag, sollte einmal folgende Rezepte ausprobieren.
Konfitüre oder Gelee aus roten Johannisbeeren
Da rote Johannisbeeren von Natur aus nicht sehr süß sind, sollte man die Beeren mit Gelierzucker im Verhältnis 2:1 mischen.
- 1 kg rote Johannisbeeren
- 500 g Gelierzucker
- ca. 50 ml Zitronensaft
Die Beeren werden vor der Verwendung vereinzelt und die Stile entfernt. Der schwarze Stummel auf den Beeren wird einfach mit verarbeitet. Die Beeren werden in einen großen Topf gegeben, püriert, dazu kommt der Gelierzucker und der Zitronensaft. Wer die Kerne und Schalen nicht in der Konfitüre haben möchte, sollte die pürierten Beeren zunächst ohne Gelierzucker aufkochen und die Masse anschließend durch ein Sieb hindurch passieren. Dann bleibt in der Regel nur noch der Saft übrig. Wer sicher gehen will, dass keiner der kleinen Kerne der Beeren durch das Sieb hindurch geht, kann zum Sieben der Früchte auch ein sauberes Geschirrhandtuch verwenden. Der Saft sollte dann noch einmal abgewogen werden, bevor man den Gelierzucker hinzu gibt. Das Verhältnis 2:1 bleibt erhalten. Das heißt für einen Liter Johannisbeersaft verwendet man entsprechend 500 g Gelierzucker.
Limes aus roten Johannisbeeren
Für den Limes braucht man folgende Zutaten:
- 1 Liter Saft aus roten Johannisbeeren
- eine Flasche Wodka (37,5 - 40% vol)
- 200 - 400 g Zucker
- 100 ml Zitronen - oder Limettensaft
Die Johannisbeeren werden püriert, dann schmeckt man die pürierte Masse mit Zucker und Zitronen- oder Limettensaft ab. Die Masse wird aufgekocht und anschließend durch ein Sieb oder ein sauberes Geschirrhandtuch passiert. Der Johannisbeersaft sollte anschließend ein wenig abkühlen. Dann wird er mit dem Wodka vermischt und in Flaschen abgefüllt. Am besten eignen sich dafür leere Wodka- oder Schnapsflaschen. Die Flaschen sollten, wenn sie nicht gerade frisch geleert wurden, vorher mit heißem Wasser ausgespült werden. Die Flaschen dreht man nach dem Abfüllen gut zu und stellt sie einige Minuten auf den Kopf, damit sich später kein Schimmel unter dem Deckel bildet. Wer den Limes nicht so hochprozentig haben möchte, verwendet nur die Hälfte des Wodkas oder die doppelte Menge Johannisbeersaft auf ein Flasche Wodka.
Muffins mit roten Johannisbeeren
In süßen Muffins schmecken rote Johannisbeeren richtig gut. Für 12 Muffins (ein Blech) benötigt man folgende Zutaten:
- 250 g rote Johannisbeeren (ohne Stile)
- 250 g Mehl
- 2 1/2 Teelöffel Backpulver
- 1/2 Teelöffel Natron
- ein Ei
- 125 g Zucker
- ein Päckchen Vanillezucker
- 80 ml Pflanzenöl
- 250 g Naturjoghurt oder 250 g saure Sahne
Der Backofen wird auf 180°C (Umluft 160°C) vorgeheizt. Die Vertiefungen des Muffinsblech befüllt man mit Muffinsförmchen. Erfahrungsgemäß ist es besser, die Förmchen doppelt zu verwenden, da diese nicht so leicht beim Backen durchweichen.
Mehl, Backpulver und Natron werden vermischt. Getrennt davon verquirlt man das Ei, den Zucker, den Vanillezucker, Öl und Joghurt bzw. die saure Sahne miteinander. Erst dann wird die Mehlmischung untergerührt. Anschließend hebt man die Johannisbeeren vorsichtig unter.
Der fertige Teig wird in die Muffinsförmchen auf dem Blech gefüllt. Im Backofen müssen die Muffins ca. 20 - 25 Minuten backen. Fertige Muffins erkennt man an daran, dass sie sich nach oben wölben und der goldbraunen Farbe. Im Blech lässt man die Muffins noch fünf Minuten abkühlen. Dann kann man sie mit Puderzucker bestreut oder mit einer Haube Schlagsahne und einer Rebe mit frischen roten Johannisbeeren servieren.
