
- Studentenwohnheim in Münster - Bardewyk / pixelio.de
Ob die Wohnungssuche für Studenten schwierig oder leicht ist, hängt vor allem vom Studienstandort ab. Während man in einigen Städten wie zum Beispiel Duisburg oder Rostock noch problemlos günstige Studentenwohnungen finden kann, kann die Wohnungssuche für Studenten in Köln, München oder Hamburg tatsächlich sehr schwer werden. Die beliebtesten Studentenwohnungen sind das WG-Zimmer und das Zimmer im Studentenwohnheim. Aber nicht jede Art zu wohnen ist auch für jeden gleich gut geeignet. Daher sollten sich Studenten vor ihrer Wohnungssuche zunächst darüber Gedanken machen, für welche Art Studentenwohnung sie überhaupt geeignet sind und wie sie gerne wohnen möchten.
Das Studentenwohnheim - nicht immer die beste Lösung
Die meisten Studenten meinen, dass man in Studentenwohnheimen günstig wohnen kann. Dies ist auch oft der Fall, muss jedoch nicht so sein. Denn Studentenwohnheime unterscheiden sich drastisch voneinander. Das typische Studentenwohnheim gibt es nicht. Zunächst kommt es darauf an, wer der Träger des Studentenwohnheims ist, neben dem Deutschen Studentenwerk betreiben auch Vereine und konfessionelle Träger Studentenwohnheime, die Preise sind durchaus unterschiedlich. Manche Studentenwohnheime bestehen aus winzigen Zimmern und endlos langen Fluren, in denen sich viele Studenten ein Gemeinschaftsbad teilen müssen. Solche Studentenwohnheime sind jedoch mittlerweile eher die Ausnahme. In vielen Städten sind Studentenwohnheime ganz normale Wohnhäuser, in denen sich mehrere Studenten eine Wohnung als WG teilen. Studentenwohnheime können auch teuer sein, denn in der letzten Zeit sind in einigen Städten moderne Studentenwohnheime entstanden, die sehr luxuriös ausgestattet sind. In solchen Wohnheimen zahlt man für ein Zimmer mitunter genauso viel, wie auf dem freien Wohnungsmarkt.
Das Leben in einem typischen Studentenwohnheim muss einem vor allem gefallen. Der Vorteil ist sicherlich, dass man sofort Anschluss findet und viele Studenten kennen lernen kann. Je nach Art und Bauweise des Studentenwohnheimes muss jedoch damit gerechnet werden, dass Küche und Bad mit vielen Studenten geteilt werden. Dass dies nicht immer reibungslos abläuft, dürfte klar sein. Studentenwohnheime sind darüber hinaus nicht gerade dafür bekannt, dass es in ihnen besonders ruhig und gediegen zugeht. Wer zum Lernen Ruhe braucht, sollte auch über diesen Aspekt nachdenken.
Die Wohngemeinschaft – beliebteste Studentenwohnung
Die Wohngemeinschaft ist tatsächlich die beliebteste Art zu wohnen bei Studenten. WG-Zimmer sind normalerweise viel billiger als gewöhnliche Einzimmerwohnungen. Oft sind die Gemeinschaftsräume wie zum Beispiel die Küche groß und geräumig, während in kleinen Apartments nur eine Kochnische zur Verfügung steht. Das WG-Zimmer ist sicher ein guter Kompromiss für alle Studenten, denen in einem Wohnheim zu viel los ist, die aber dennoch kommunikationsfreudig sind und gerne neue Leute kennenlernen möchten. Wer sich für ein WG-Zimmer interessiert, sollte jedoch darauf achten, dass die Mitbewohner auch ungefähr die gleichen Vorstellungen vom miteinander Wohnen haben. Wer ein WG-Zimmer sucht, findet dies am besten über spezielle Internetseiten, die sich auf die Vermittlung von Zimmern in Wohngemeinschaften spezialisiert haben. Dort kann man entweder selbst ein Gesuch aufgeben oder sich auf Anzeigen für freie WG-Zimmer melden. Wer schon andere Studenten kennt, die ebenfalls eine Wohnung suchen, kann natürlich auch eine WG gründen.
Auch eine Alternative für Studenten: die Untermiete
Die Untermiete war eine Zeit lang aus der Mode gekommen, scheint aber wieder beliebter zu werden. Bei einem Zimmer zu Untermiete handelt es sich meistens um ein freies Zimmer in einem Einfamilienhaus, oft am Stadtrand. Manchmal vermieten Ehepaare Zimmer an Studenten, wenn die eigenen Kinder aus dem Haus gegangen sind. Ein Zimmer zur Untermiete findet man in den lokalen Zeitungen oder auch im Internet. Die Motivation von Menschen, die ein Zimmer zur Untermiete anbieten, ist durchaus unterschiedlich. Während die einen damit vor allem Geld verdienen möchten, suchen andere wiederum Kontakt zu jüngeren Leuten. Studenten, die sich für ein Zimmer zur Untermiete entscheiden, sollten immer darüber nachdenken, dass sie mit dem Vermieter unter einem Dach wohnen werden. Im günstigsten Fall ist dies eine gute Situation, beide Seiten verstehen sich. Die Kehrseite ist jedoch, dass solche Mietverhältnisse auch schwierig werden können, wenn Vermieter und Mieter verschiedene Vorstellungen vom Zusammenleben haben.
Die eigene Wohnung muss nicht teuer sein
Die eigene Wohnung ist in vielen Städten Deutschlands ein richtiger Luxus für Studenten. In Städten wie München oder Hamburg sind selbst kleine Einzimmerwohnungen teuer. Zudem ist alleine wohnen immer teurer, da man sich viele Nebenkosten in einer Wohngemeinschaft ganz einfach teilt. Wer alleine wohnt, hat allerdings auch den größten Freiraum. Das Zusammenleben in einer Wohngemeinschaft ist nichts für jeden, manche Studenten brauchen zuhause Ruhe und möchten sich nicht ständig mit anderen arrangieren müssen. Eine kleine Einzimmerwohnung kann jedoch in vielen Städten auch schon sehr günstig gefunden werden, vor allem wenn man bereit ist, in weniger beliebten Stadtteilen zu wohnen.
Quellen und weiterführende Links:
Bildquelle: Bardewyk / pixelio.de und Helga / pixelio.de
