
- Buch-Einband - amazon.de
"Der Vampyr" ist der zweite Band der "Chronik der Unsterblichen" und ein historisch-phantastischer Roman von Wolfgang Hohlbein.
Andrejs Schicksal wird mit dem Befehl des Inquisitor, der beinhaltet, alle Hexen zu verbrennen, besiegelt. Gemeinsam mit seinem Schützling Frederic macht er sich auf, um die Überlebenden ihres zerstörten Dorfes zu retten, die an den nubischen Sklavenhändler Abu Dun verkauft wurden.
Deal mit Sklavenhändler Abu Dun
Die Verfolgung treibt die beiden direkt in die Hände ihres Gegners. Eben noch sieht sich der Schwertkämpfer im erbitterten Kampf gegen den grausamen Piratenkapitän und Sklavenhändler Abu Dun, im nächsten Moment muss er Seite an Seite mit dem schwarzen Riesen gegen eine viel schrecklichere Gefahr kämpfen. Nicht nur sein Leben steht auf dem Spiel, oder das seines jungen Schützlings Frederic. Das Schicksal ganz Transsylvaniens, somit auch das seiner geliebten Maria, die zu einem Spielball dunkler Mächte zu werden droht, steht auf dem der Kippe.
Nach kleinen erbitterten Kämpfen vereinbaren sie einen Handel. Abu Dun erklärt sich bereit dazu die Angehörigen freizulassen, wenn Andrej ihm ein Jahr lang als Leibwächter dient.
Kriegsherr Fürst Tepesch
Am nächsten Tag wird Abu Duns Schiff von dem Schiff des Inquisitors Domenicus mit dem Namen Möwe angegriffen und in Brand gesteckt. Frederic, Abu Dun und Andrej springen im darauf folgenden Chaos an Bord vom Schiff und retten sich ans Ufer. Kurz darauf stoßen sie auf Ritter des Drachenordens, welche von Fürst Tepesch, einem Adligen und Kriegsherren, angeführt wird. Er sät Schrecken unter den türkischen Invasoren aus dem Osten.
Die Menschen in dieser Gegend sind nicht nur vom bevorstehenden Krieg in Angst und Schrecken versetzt, sondern auch von brutalen Morden, bei denen die Opfer regelrecht in Stücke zerrissen und ihr Blut getrunken wird. Andrej hat eine Ahnung und bricht mit seinen Kameraden bereits am nächsten morgen auf, um das Lager der Ordensritter zu finden. Auf ihrer Reise erfahren sie von einigen türkischen Kriegern, das Sultan Selic ein Herr aufgestellt hat, allein um die Ordensritter zu bekämpfen, zurückzuschlagen, um weiter nach Westen vorzudringen. Die Heiden sind durch die Vermittlung von Abu Dun freundlich und offen, ehe von allen Seiten vermummte Gestalten auf sie einstürmen. Sie werden niedergemetzelt. Andrej versucht den Anführer des Trupps anzugreifen, doch er ist zu stark für ihn und er wird niedergeschlagen.
Als Andrej aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht ist er gefesselt und wird dem roten Ritter vorgestellt. Fürst Tepesch persönlich. Dieser eröffnet ihm, dass unter anderem Frederic, Abu Dun, Domenicus und seine geliebte Maria ebenfalls seine Gäste seien. Domenicus und seine Schwester jedoch genießen den Schutz des Fürsten und fordern die Auslieferung des Schwertmeisters. Tepesch jedoch verfolgt einen anderen Plan. Er eröffnet Andrej einen Vorschlag. Er soll mit Abu Dun den Sultan töten. Widerwillig willigt Andrej ein und erlebt gemeinsam mit dem ehemaligen Sklavenhändler ein grausiges Gemetzel. Tepesch lässt Sultan Selic lebendig pfählen.
Vlad, der Leibwächter von Tepesch schlägt ihnen vor, dass er sie außer Landes bringt, er weiß, wer sie sind. Im Gegenzug dazu sollen sie Tepesch aus dem Weg räumen, doch dieser hat mit einem heimtückischen Überfall gerechnet und hat seinen Leibwächter, den goldenen Ritter Körber, bereitgestellt, ihn zu schützen.
Der Verrat von Fürst Tepesch
Andrej tötet den Ritter und trinkt sein Blut. Die Kraft des getöteten Vampires geht in ihn über, wie auch seine Erfahrungen. Als Abu Dun, er und Frederic fliehen wollen, sehen sie sich einer Reihe aus Armbrustschützen gegenüber. Vlad entpuppt sich als der echte Fürst Vlademir Tepesch III Draculea. Die gesamte Mission war ein ausgeklügelter Plan, um die Fähigkeiten Andrejs zu testen, der weggesperrt wird.
Draculea und seine wahre Absicht
In seinem Verlies wird Andrej von Maria besucht, die lange mit ihm spricht über seine Vergangenheit und ihren Bruder. Ihr wird klar, wie viel Leid Domenicus unter den angeblichen Schwarzmagiern und Hexen angerichtet hat. Sie beginnt an ihm zu zweifeln. Kaum, dass sie entschwunden ist, tritt Draculea an ihn heran und offenbart ihm, was er wirklich möchte. Er wünscht sich ein Vampir zu werden und so Unsterblichkeit zu erlangen. Der Schwertmeister lehnt dies entsetzt ab.
Der Schauprozess, der am nächsten Tag stattfindet, verläuft nicht wie geplant. Der Leibwächter Biehler von dem Inquisitor, der letzte der drei goldenen Rotter, die Andrejs Dorf überfielen, wird von Draculeas Männern überwältigt und gevierteilt. Domenicus wird hingegen in einem Käfig zur Schau gestellt. Der Fürst wendet sich anschließend erneut an Andrej, der sein Angebot ein zweites Mal ablehnt. Frederic erklärt sich bereit Dracuela zu einem Vampir zu machen, wenn dieser im Gegenzug seine Freunde freilässt. Sein Beschützer ist schockiert, muss sich aber fügen und reitet nach Osten davon.
Frederics Wandel
Andrej erlöst im verwüsteten Heerlager der Türken die Sterbenden vor ihrem Leiden, stattet sich mit neuen Waffen aus und trifft auf den Piratenkapitän. Abu Dun berichtet ihm, dass Sultan Mehmed mit einem gewaltigen Heer anrückt um sich an Draculea für den Tod Selics zu rächen. Diese Gelegenheit lässt sich Andrej nicht zweimal bieten und bittet ihn das Volk und die Burg zu schonen. Er stellt sich hingegen bereit ihm den Kopf seines Feindes zu bringen.
Er kehrt in die Burg zurück und findet die verstörte Maria, die von Draculea missbraucht wurde. Gemeinsam befreien sie Domenicus, der im Sterben liegt. Das Einzige was ihn retten kann ist Andrej nicht bereit zu tun. Er dringt mit seinem Gefährten weiter in die Burg ein, tötet fast beiläufig Vlad. Draculea ist dabei Frederic zu foltern, sie nehmen ihn gefangen, bereit dazu, ihn Mehmed zu übergeben. Im letzten Moment tötet der junge Mann den Fürsten, Mehmed ersticht daraufhin Frederic und kehrt mit dem Kopf des Feindes – den Fürsten, zurück zu seinem Heer.
Derweil beginnen die Wunden von Frederic zu heilen. Er kommt wieder zu sich. Doch er hat sich verändert und ist nicht mehr derjenige, der er zuvor war. Während er gefoltert wurde, hat er die Seele von Draculeas in sich aufgenommen, mitsamt seinen Erfahrungen und seiner Boshaftigkeit, die kein Maß hat. Als er und Abu Dun vor der anrückenden Nachhut der Drachenritter flieht, fragt sich Andrej entsetzt, was sie da nur für ein Monster erschaffen haben.
Weitere Buchinformationen
vgs verlagsgesellschaft. 2000. 348 Seiten. 20.50 Euro. Lesestufe: ab 14 Jahre. Hardcover. Ullstein Taschenbuch Verlag. 2001. 348 Seiten. 7.95 Euro. Lesestufe: ab 14 Jahre. Taschenbuch.
