
- Mutter der Nation - Eine Stadt wie ein Mahnmal - Presseamt Stadt Wolgograd
Zaryzin - Wolgograd - Stalingrad - Wolgograd - in dieser Reihenfolge wechselten die Namen in der wechselvollen Entwicklung dieser Stadt, in die Geschichte ging Stalingrad als Ort des Grauens ein und als Wende im Zweiten Weltkrieg. Nach Stalingrad gab es keine deutschen Siege mehr.
Bis heute ist die Stadt gezeichnet von den Narben der Schlacht um Stalingrad, die im Winter 1942/43 die Wende des Zweiten Weltkrieges brachte. Erbitterte Häuserkämpfe, Bombardierungen und Artillerieduelle, die Monate dauerten, ließen kaum einen Stein auf dem anderen. Die deutsche 6. Armee unter Feldmarschall Paulus ging mit fast 100 000 Mann in Gefangenschaft.
Geschichte von Zyryzin bis Wolgograd
Gegründet wurde die Stadt 1589 von Peter dem Großen zur Verteidigung der russischen Landesgrenze und erhielt den Namen Zaryzin. Einen über 60 km langen Staudamm und einen 12 m hohen Festungswall ließ der russische Zar errichten, um die Stadt zu einem unüberwindlichen Bollwerk an der Südflanke seines Reiches gegen die dauernden Überfälle von Kosaken und Steppenvölkern zu machen.
Im 19. Jahrhundert verlor die Festung an Bedeutung und wurde zu einem bedeutenden Handels- und Industriezentrum, die Wolga wurde zu einer Drehscheibe des russischen Handels. Nach der russischen Revolution wurde Wolgograd 1925 zu Ehren des neuen starken Mannes der KPdSU in Stalingrad umbenannt.
Nach dem Ende des Stalinismus wechselte Stalingrad 1961 erneut den Namen und hieß nun Wolgograd. Die Geschichte der Schlacht blieb allgegenwärtig und heute gibt es eine Vielzahl von Monumenten und Museen, die sie zum Thema haben.
Museen der Stadt
Mit gigantischen Ausmaßen versehen ist das Ehrenmal der Helden der Stalingrad-Schlacht auf dem Mamejew-Hügel weltbekannt. Die gewaltige Statue der Mutter Russland ist mit 52 m Höhe die größte freistehende Statue der Welt und ist exakt zweimal so groß wie die New Yorker Freiheitsstatue. Geschaffen wurde sie vom Bildhauer Wutschentisch nach Plänen des Architekten Belopolskij.
Weitere interessante Museen der Stadt sind das Panorama-Museum der Stalingrad-Schlacht aber auch das Kunst-Museum mit einer feinen Ausstellung regionaler Kunstschaffender. Wer sich für die Geschichte der Wolgadeutschen interessiert, sollte das Dorf Alt Sarepta in der Region Krasnoarmeisk besuchen und sich dort auch im ethnografischen Museum und im Rathaus mit der Bibliothek umsehen.
Wolgafahrt
Allemal interessant sind für den Touristen auch Bootsfahrten auf der Wolga, von wo aus man den besten Blick auf die Stadt, die heute wieder ein bedeutendes Wirtschaftszentrum ist, genießen kann. Lohnend sind auch Ausflüge in die malerischen nahen Kosakendörfer.
Die Stadt, die seit kurzem wieder Wolgograd heißt, hat heute eine Million Einwohner und zieht sich auf nur acht Kilometern Breite aber fast 90 Kilometern Länge am Westufer der Wolga hin. Das Klima in Wolgograd ist wüstenähnlich und überaus trocken mit bis zu 45 Grad heißen Sommertagen und eisigen, bis -27 Grad kalten Wintern.
Weitere spannende Reiseziele in Russland sind Moskau, St. Petersburg , der Goldene Ring oder der Olympiaort Sochi. Auch eine Flusskreuzfahrt oder eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn sind überaus zu empfehlen.
