
- World Invasion Screenshot - Sony Pictures Releasing
2011 ist das Kinojahr der Alien-Comebacks. Der für September angekündigte Science-Fiction-Western "Cowboys & Aliens" von Jon Favreau („Iron Man“) wird ebenso wie JJ Abrams „Super 8“ bereits mit Spannung erwartet. Diese Woche kommt mit „Paul“ eine Alien-Komödie mit Simon Pegg und Nick Frost in die Kinos. Schon im Dezember lockten die Science-Fiction Streifen „Skyline“ (23.12.2010) und Monsters (9.12.2010) die Zuschauer an. Am meisten Aufmerksamkeit erlangte bisher aber „World Invasion: Battle Los Angeles“ von Regisseur Jonathan Liebesman.
Vorläufiger Alien-Höhepunkt erreicht
Das 70 Millionen Dollar schwere Blockbuster-Projekt erscheint am 14. April 2011 in Deutschland und setzt damit den vorläufigen Höhepunkt des Alien-Hypes. Schon Monate vorher kursierten die ersten Teaser im Internet. Auch dem Viral Marketing konnte sich der Film nicht entziehen, so wird vermutet, dass die zuletzt angehäuften Meldungen über fragwürdige Ufo-Sichtungen, zum Beispiel in Jerusalem oder Russland, in Verbindung mit „World Invasion: Battle Los Angeles“ stehen.
Los Angeles muss verteidigt werden
Die Story: Berufsoffizier Michael Nantz, gespielt von Aaron Eckhardt („The Core“, „The Dark Knight“) will nach langer Zeit im Dienst die Uniform an den Nagel hängen. Ein letztes Mal wird er mit einer Truppe weiterer Marines nach Los Angeles beordert. Was ihn dort erwartet widerspricht jedoch jeglicher Vorstellungskraft. Los Angeles steht unter heftigem Beschuss und befindet sich im Ausnahmezustand. Die Invasoren: Außerirdische. Weltweit sind die größten Stützpunkte der Welt bereits gefallen. Die Stadt der Engel stellt also die letzte Hoffnung der Menschheit dar und muss um jeden Preis verteidigt werden. Der Hintergrund: 1942 tauchten am Himmel über Los Angeles unbekannte Flugobjekte auf, die von Flakstationen der Stadt beschossen wurden. Aufgeklärt wurden die Zwischenfälle übrigens nie.
Die Kamera ist immer in Bewegung
Ähnlich wie in „Krieg der Welten“ mit Tom Cruise wird der Film ausnahmslos aus der Sicht einer bestimmten Gruppe gezeigt. Nur sind die „Begleitpersonen“ dieses Mal weder eine Familie, noch eine Gruppe ziviler Zeitzeugen, wie in „Cloverfield“, sondern das Platoon von Sergeant Nantz. Die Kamera ruckelt ununterbrochen, es knallt an allen Ecken und Kanten – Ruhe ist hier fehl am Platz. Dieser „Live dabei“-Stil erinnert neben den Handkamera-Filmen vor allem auch an Kriegsfilme wie „Der Soldat James Ryan“ mit Tom Hanks oder „Black Hawk Down“ mit Josh Hartnett.
Science-Fiction und Kriegs-Atmosphäre
Kritiker bemängeln zwar die fehlenden Identifikations-Möglichkeiten der Zuschauer mit den Hauptcharakteren, „Battle: Los Angeles“-Befürworter sehen jedoch genau darin die Stärke des Films, da er trotz Science-Fiction-lastigem Inhalt mehr die realistische Atmosphäre des Kriegsgeschehens darbieten soll. Die ersten Trailer versprechen generell eher eine Special-Effects-Bombe als ein tiefsinniges Alien-Drama. Ob „World Invasion – Battle: Los Angeles“ an Überraschungserfolge wie Neill Blomkamps „District 9“ anknüpfen wird bleibt offen – allein die Actioneinlagen laden dennoch sicherlich zu einem Kinobesuch ein und machen den Film zumindest zu einem Appetizer für die nächsten, im Sommer erscheinenden Alien-Streifen.
Quellen:
Website zu World Invasion: Battle Los Angeles
World Invasion: Battle Los Angeles - Trailer auf YouTube
Battle Los Angeles auf zelluloid.de
Aliens in Filmen - Liste auf Giga.de
