Wie die Herbstkur fit für den Winter macht

Mittel gegen den Winterblues und andere jahreszeitliche Beschwerden

Kastanie - Peter Gardill-Vaassen
Kastanie - Peter Gardill-Vaassen
Die Herbstkur bietet uns modernen Menschen die Möglichkeit, den ursprünglichen Rhythmus der Natur zu finden und das Auftreten zahlreicher Beschwerden zu verhindern

Längst hat sich der Mensch weitgehend der Natur entfremdet, sich scheinbar unabhängig von allen Jahres- und Tageszeiten gemacht. Licht, Nahrung und Temperatur lassen sich ganz nach Bedarf steuern, eine Abhängigkeit von äußeren Umständen liegt scheinbar nicht mehr vor.

Doch diese scheinbare Unabhängigkeit bereitet unserem Körper - der von den genetischen Anlagen weit älter ist als unsere neuzeitlichen Errungenschaften - immer öfter Probleme. So zum Beispiel beim Wechsel der Jahreszeiten. Besonders deutlich spüren wir, dass wir nicht mehr synchron zur Natur laufen, im Herbst.

Die Natur muss Pause machen - Der Mensch kann sich diesen "Luxus" nicht leisten

Wenn die Tage kürzer werden, die Sonne an Wärme und Kraft verliert, in der Luft sich nach langer Trockenheit wieder reichlich Feuchtigkeit ansammelt, dann stehen unserem Körper umfangreiche Anpassungsaufgaben bevor. Doch diese Anpassungen - festgelegt in unserem genetischen Programm - sowie unser unbeirrtes „weiter wie gehabt“, beschert uns zahlreiche Beschwerden. Je älter wir werden, desto deutlicher bekommen wir sie zu spüren. So wie die Natur im Herbst eine Ruhepause einlegt, so schaltet auch unser Organismus einen Gang zurück, egal, ob wir das wollen oder nicht.

Verschiedene Beschwerden durch Anpassung des Organismus

Das Enden der energiegeladenen Jahreszeit führt zu einer Trägheit der Verdauungsorgane; schwer Verdauliches wird schlechter vom Körper aufgenommen. Stoffwechsel und auch Kreislauf verlangsamen sich, Nährstoffe werden nicht mehr so schnell eingebaut, es bilden sich ungeliebte Fettreserven. Auch das Immunsystem unterliegt diesen Umstellungen und bringt dadurch eine erhöhte Infektanfälligkeit mit sich. Nicht zuletzt, aber wohl am Auffälligsten, leidet die Psyche. Die Lichtanteile in der Sonne verändern sich, die Sonnenscheindauer nimmt deutlich ab und viele Menschen leiden unter depressiven Verstimmungen. Durch eine Herbstkur jedoch, unterstützen wir unseren Organismus in seinen Bemühungen, den Rhythmus wieder zu finden und beugen diesen Beschwerden vor.

Was beinhaltet eine Herbstkur?

1. Anpassung der Ernährung

  • Leicht verdauliche Kost mit erhöhter Flüssigkeitszufuhr, Suppen
  • Zufuhr an natürlichen Vitaminen durch Obst, Nüsse (Nervennahrung), Früchtetees
  • Sparsamer Umgang mit fetten, schwer verdaulichen Nahrungsmitteln
  • Traubenkur zur Säftebildung und Anregung der Verdauung

2. Mehr Bewegung

  • Spaziergänge, öfter Treppensteigen, auf Auto verzichten, Sport

3. Unterstützung durch Naturheilkunde

  • Schüßler-Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum - Fördert die Abwehrkräfte, allgemeine Kräftigung
  • Schüßler-Salz Nr. 5 Kalium phosphoricum - kräftigt das Nervensystem und die Psyche, beugt Stresserscheinungen vor
  • Schüßler-Salz Nr. 6 Kalium sulfuricum - Anregung des Stoffwechsels, Kräftigung der Schleimhäute
  • Stimmungsaufhellende Tees trinken, wie zum Beispiel Johanniskraut oder Melisse
  • Mit Bürstenmassagen die Blutzirkulation steigern und dadurch für allgemeine Kräftigung sorgen
  • Lichttherapie bei ausgeprägten depressiven Verstimmungen, oder in leichteren Fällen auch die Quellwässer wie die „Lichtquelle“ der St.Leonhards Quelle

Alle oben genannten Vorschläge sollte man zum Herbstbeginn, September/Oktober beginnend beherzigen, und mehrere Wochen durchgehend anwenden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel nur allgemeine Ratschläge geben kann, eine Beratung durch einen Arzt oder Heilpraktiker jedoch in keiner Weise ersetzt.

Peter Gardill-Vaassen, Peter Gardill-Vaassen

Peter Gardill-Vaassen - Freier Journalist mit Schwerpunkt im Münchner Lokalgeschehen. Mitarbeit bei verschiedenen Stadtteilzeitungen, Online-Magazinen, ...

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