Wroclaw / Breslau - Barock und Gotik trifft Modernisme

Aula Leopoldina - Polnisches Fremdenverkehrsamt
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Wroclaw / Breslau: Die Stadt an der Oder ist ein kulturelles Zentrum, Hansestadt, Wirtschaftszentrum, Universitätsstadt, geistiges Zentrum, jung und modern.

Wroclaw überrascht. Die Stadt an der Oder ist den älteren Deutschen als Breslau bekannt. Das „polnische Venedig“ trägt Spuren vieler Völker, Religionen und Kulturen. Sie war einmal böhmisch. Auch Österreich nannte Wroclaw einst ihrem Land zugehörig. Ungarn sah in Wroclaw ebenfalls einen für ihr Land wichtigen strategischen Handelsknoten. Die Deutschen gaben der Hansestadt den Namen Breslau. Heute gehört die jung und dynamisch wirkende Universitätsstadt erneut zu Polen.

Wroclaw / Breslau – Schmelztiegel der Kulturen

Die Stadt befindet sich an einem der wichtigsten Kreuzungspunkte in Europa. Der Breslauer Ring bildet die Schnittstelle zwischen traditionellen Handelswegen von Nord nach Süd und der wirtschaftlichen und politischen Brücke zwischen West- und Osteuropa. Wer es liebt, darf sich auf den Spuren von Fürsten, Königen und anderen Adligen bewegen. Interessant gestaltet sich der Weg, der unterschiedliche Stilepochen in der Architektur aufzeigt. Man findet sakrale und monumentale Gebäude und Denkmäler aus der Romantik und Gotik. Die "Kapelle der Schmerzensmutter" gilt neben dem Collegium Maximum als Prunkstück des Breslauer Barocks. Das Opernhaus und das Hotel Monopol sind Beispiele für den Klassizismus. Mit der Jahrhunderthalle, dem Vier-Kuppel-Pavillon und der Pergola wandelt man architektonisch im Modernismus.

Bier und Salz – „Gott erhalts“

Die letzten Salzbänke in Wroclaw verschwanden 1815. Der Salzmarkt (place Solny) erinnert an die Zeit der Hanse. Seit 1387 ist Wroclaw eine Hansestadt. Salz war eines der wichtigsten Handelsgüter. Heute locken Tee, Honig, Wachs, edle Stoffe und kostbare Pelze sowie Kaviar und Ziegenfleisch auf dem Marktplatz, welcher an den Rynek grenzt. Rynek oder auch „Großer Ring“ genannt ist der Treffpunkt für Jung und Alt, Einheimischer und Gäste dieser Stadt. Das Rathaus von Wroclaw setzt sich gezielt in den Mittelpunkt. Prunkvoll präsentiert sich die reich verzierte Fassade. Der Bau stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die Innenräume sind ein Traum für jeden Städtereisenden nach Polen. Das Historische Museum befindet sich im Rathaus. Jedoch der Magnet dieses Wahrzeichens in Wroclaw ist der „Schweidnitzer Keller“ aus dem 14. Jahrhundert. Er ist der älteste Bierkeller Europas. Vom Renaissanceturm besitzt man eine wunderbare Aussicht über die Stadt.

An der Nordostecke des Ryneks, auf dem Weg zur Basilika St. Elizabeth, ziehen zwei winzige Häuser alle Aufmerksamkeit auf sich. „Hänsel und Gretel“ (Jas i Malgosia) werden sie liebevoll genannt.

Auf beiden Plätzen findet 2012 das Public Viewing in Wroclaw statt.

ein Spaziergang durch Breslau

Ein Stadtgraben rahmt die Altstadt. Eine Promenade entlang des Stadtgrabens lädt zum Verweilen ein. Schnell werden wichtige Sehenswürdigkeiten erreicht. Dazu gehört das Universitätsviertel mit dem Collegium Maximum. Zahlreiche Fresken zieren das Innere. Sehenswert sind der Treppenaufzug und das Balkonportal. Im ersten Stockwerk befindet sich die fast überladene Leopoldinum-Aula. Das Ossolineum und die Rotunde sind auf einer Stadtführung durch Wroclaw ein Muss. Das Ossolineum ist die größte Bibliothekensammlung des Landes. Alte Handschriften, uralte Münzen, Jahrhundert alte Drucke und Karten sind ihr imposantes Interieur. Das Panorama von Raclawice von Wojciech Kossak und Jan Styka misst 114 x 15 Meter. Die Rotunde zeigt den Tadeusz-Kosciuszkos-Sieg über die russischen Truppen am 04. April 1794.

Zu den Wahrzeichen Wroclaw gehören die Grunwald-Brücke und die Jahrhunderthalle. Bei der Fertigstellung der Grunwald-Brücke Wroclaw war sie die längste Hängebrücke in Europa. Mit diesem Superlativ schmückte sich 1913 auch die Jahrhunderthalle, mit 65 Metern Radius der größte Kuppelbau Europas, eingefasst in eine faszinierende Stahlbetonkonstruktion. 2006 setzte die UNESCO dieses Gebäude auf die Liste des Weltkulturerbes.

Auszeit im Grünen

Romantisch wiegt sich der Scheitniger Park und passt sich im Bild einer der wirtschaftlich stärksten Städte in Polen an. Kleine Pavillons zieren den Park. Brücken führen über Bächlein und an den Teichen gibt es die wohltuende Auszeit. Das Amphitheater ist Ziel vieler Spaziergänge, gleichwohl die hölzerne St. Nepomuk-Kirche. Ein japanischer Garten ist der Höhepunkt in diesem Park. Mit den Kindern und der gesamten Familie geht es in den Breslauer Zoo. Mehr als 650 wildlebende Tiere und ein breites Areal ließen ihn zum größten Zoo Polens anwachsen. Der Botanische Garten befindet sich im sogenannten geistigem Zentrum. Seit 1811 ist er der Stolz der größten Insel in Breslau. Viele Blumen, Alpinarien und die größte Kakteensammlung in Polen sind ihr Eigentum.

die Dominsel Wroclaw

Wroclaw legt sich auf zwölf Inseln nieder. 112 Brücken verbinden diese untereinander. Die Angebote der Ausflugsboote werden gern angenommen. Die größte Insel ist die Dominsel, das geistige Zentrum der Stadt. Hier befinden sich der gotische Johannisdom mit seinen Zwillingstürmen, viele Domherrenhäuser und das Erzbischhöfliche Palais.

Das Highlight der Insel sind die Laternen. Die Gaslaternen werden jeden Abend mit Anbruch der Dunkelheit wie in uralten Zeiten angezündet. Zusammen mit den Scheinwerfern wirkt das Viertel wie eine Einladung in ein fast märchenhaftes Mittelalter.

Quellen: Imagebroschüren "Polen Reisemagazin" und "Polen Städte und ihr Kulturerbe" sowie Katalog "Katalog der polnischen Touristik" Ausgabe zur ITB 2011, "Polen Magazin" Ausgabe 2009

Passbild Katja Elflein, Das Recht der Veröffentlichung liegt bei mir

Katja Elflein - Der Mensch reist, um für sich ein Stück eigene Kultur anzunehmen. Seit September 2008 arbeite ich als freie Texterin und ...

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