Würzöl selbst ansetzen mit Olivenöl

Würzöl - wrw / pixelio.de
Würzöl - wrw / pixelio.de
Sie kochen gerne und stehen auf Kräuter, Knoblauch & Co.? Dann setzen Sie doch Ihr Olivenöl damit an. Sie erhalten ein wunderbares Öl für Ihre Küche.

Als begeisterte Köchin oder Koch sollten Sie mal das Folgende ausprobieren. Sie werden angenehm überrascht sein – mit wenig Aufwand bereichern Sie Ihre Küche um eine wertvolle und nützliche Komponente. Es geht um selbst gemachtes „Würzöl“ auf Olivenölbasis.

Der Handel langt dafür kräftig zu

Das gibt es auch im Handel, aber da zahlen Sie wesentlich mehr als beim selbst machen. So gibt es zum Beispiel ein Olivenöl mit Kräutern der Provence für knapp Euro 10,-- im Internet. Das ist der Preis für 250 ml, also für nur einen Viertelliter. Das wären also bei einem Liter fast Euro 40,--. Wenn Sie für diesen Betrag die Zutaten kaufen, können Sie damit mehrere Liter feinstes Würzöl selbst machen. Dann können Sie außerdem die Zusammensetzung im Detail selbst bestimmen.

Erste Schritte

Kaufen Sie sich Olivenöl. Wählen Sie am besten eine hochwertige Ware, also extra native und kaltgepresst aus der ersten Pressung. Das bekommen Sie für um die Euro 10,-- pro Liter. Sie können aber auch ein noch günstigeres Öl wählen. Oder nehmen Sie einfach Ihr Lieblingsöl.

Suchen Sie in der Küche oder im Keller nach einer schönen Flasche oder schaffen Sie sich eine an, wenn die Optik für Sie wichtig ist. Vielleicht ist das Öl ja auch in einer für Sie akzeptablen Flasche oder für Sie zählen nur die inneren Werte. Egal – Hauptsache die Flasche oder auch die Flaschen haben das Fassungsvolumen, das Sie – abzüglich von etwas Platz für die „Einlagen“ – an Öl verarbeiten möchten.

Haben Sie einen Kräutergarten? Fein, dann schneidern Sie sich jeweils ein paar Stängel von den Kräutern ab, die Sie mögen. Ansonsten kaufen Sie frische unbehandelte Kräuter bei Ihrem Fachhändler oder im Biogeschäft. Infrage kommen in erster Linie so Klassiker wie Oregano, Rosmarin und Thymian. Aber auch alle anderen Kräuter sind nutzbar.

Zusätzlich brauchen Sie noch frische Chilischoten, wenn Sie es etwas schärfer mögen. Sie können auch Piri-Piri (eingelegt im Glas) nehmen. Wenn Sie Knoblauchfan sind, sollte auch der nicht fehlen. Ansonsten sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt - Experimentieren Sie mit Ingwer, Zitronengras, Koriander und anderem. Achten Sie nur darauf, dass die Zutaten zusammenpassen, aber dafür haben Sie als Köchin oder Koch ein Händchen. Sie können sich auch mehrere verschiedene Mischungen ansetzen – zum Beispiel einmal mediterran und einmal asiatisch.

Jetzt geht es los

Frische Kräuter sollten Sie nur dann waschen, wenn Sie nicht ganz genau wissen wo diese herkommen. Bei welchen aus dem eigenen Garten muss das zum Beispiel nicht unbedingt sein. Wenn es nötig ist, waschen Sie diese vorsichtig und kurz unter fließendem Wasser. Machen Sie das so früh, dass diese in Ruhe trocknen können bevor Sie das Öl dann ansetzen.

Die frischen Chilischoten waschen Sie bitte. Dann haben Sie die Wahl: Wenn Sie es milder mögen, schneiden Sie diese in der Mitte auseinander und schaben die Kerne heraus. Wenn es schärfer werden soll, dann machen Sie nach dem Waschen nur ein paar Schlitze in die einzelnen Schoten. Den Knoblauch schälen Sie und schneiden ihn – falls der Flaschenhals recht eng ist – in zwei oder vier Stücke. Den Ingwer schälen Sie gegebenenfalls und schneiden ihn in durch den Flaschenhals passende Stücke. Mit allen anderen Zutaten verfahren Sie gegebenenfalls so, wie Sie diese auch beim Kochen oder der Zubereitung von Salat behandeln würden. Wenn Sie etwas waschen, muss es immer erst richtig trocknen. Ein paar Pfefferkörner können das Ganze abrunden. Die sollten Sie aber etwas anquetschen.

Nun stecken Sie die einzelnen Zutaten in die jeweilige Flasche. Diese muss völlig trocken sein - vor allem innen. Danach füllen Sie diese mit Ihrem Olivenöl auf und verschließen die Flasche fest.

Geduld und dann Genuss

Dann müssen Sie geduldig warten. Einen Monat sollte die Flasche stehen, damit die Aromen der Komponenten in Ruhe in das Öl ziehen können. Danach hat die große Stunde geschlagen – Sie können Ihr Öl erstmals zum Braten oder zum Anmachen von Salat benutzen. Wenn sie nun zum Beispiel ein Steak darin braten, brauchen Sie dieses vorher nicht würzen. Salzen Sie es nach dem Braten lediglich. Sie werden überrascht sein von dem tollen Geschmack.

Grillen mit dem selbstgemachten Würzöl

Während der Grillsaison tut das Würzöl Ihnen auch sehr gute Dienste. Egal was Sie Grillen - marinieren Sie es vorher mit dem Würzöl. Das geht mit Fleisch, Fisch und Gemüse. Mehr Tipps zum Grillen lesen Sie hier.

Auch als Geschenk eine Wucht

Wenn Sie Öl in schönen – gerne auch kleineren Flaschen – ansetzen, ist das ein tolles Geschenk. Mit einem persönlichen Aufkleber wird es noch schöner. Die Freude ist – zumindest bei anderen Kochfans – groß über ein solches Präsent, was ja offensichtlich mit Liebe selbst gemacht wurde.

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