"Yogi Bär" – Kultbär seit 23. Dezember 2010 in 3D im Kino

Yogi Bär - Filmplakat - Warner
Yogi Bär - Filmplakat - Warner
Im Jahr 1958 erblickte eine Zeichentrickfigur namens Yogi Bär das Licht der TV-Welt. Am 23. Dezember 2010 startete die 3D-Realverfilmung im deutschen Kino.

Die Zeichentrickfigur "Yogi Bär" ist schon seit 52 Jahren bekannt – seit dem 23. Dezember 2010 gibt es den knuddeligen und tollpatschigen Bären jetzt in einer Realverfilmung auch auf der Leinwand zu bestaunen. Natürlich in 3D.

"Yogi Bär" – Die Handlung

Yogi Bär und sein Kumpel Boo Boo leben glücklich und zufrieden im Jellystone Nationalpark. Ständig klauen sie den Parkbesuchern die Picknickkörbe und sonstiges Essen und müssen dabei ständig auf der Hut vor dem Ranger Smith sein. Das spaßige Leben scheint sich aber dem Ende zu nähern, als der Bürgermeister den Park aus Kostengründen schließen will. Schnell muss eine Idee her...

"Yogi Bär" – Erinnern für Ältere, Neuentdecken für Jüngere

Als im Jahr 1958 die Zeichentrickfigur Yogi Bär erfunden wurde, konnte man sich beim Produktionsteam Hanna-Barbera, die auch für die Familie Feuerstein verantwortlich waren, noch nicht ausmalen, wie erfolgreich dieser Charakter werden würde. Ein halbes Jahrhundert später stapft Yogi auf der Leinwand in seinem eigenen Kinofilm – und das sogar in 3D. Im Realfilm von 2010 tauchen der Bär und sein Kumpel Boo Boo nun als animierte und per Computer in das Realbild integrierte Figuren auf. Eric Brevig, bisher lediglich durch "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" in Erscheinung getreten, ist Regisseur des Spaßes.

Jungen Besuchern ist der Spaß an Yogi Bär gewiss: Knuddelig und tollpatschig bugsiert er sich von einem Missgeschick zum Nächsten. Die älteren Kinogänger werden sich dafür an Zeiten erinnern, in denen sie sich selbst schlapp gelacht haben über die Unfähigkeiten des Bären. Und haben zugleich auch viele spannende, neue Dinge zu entdecken, die besonders Cineasten amüsieren dürften: Wenn aus Filmen wie "2001 – Odyssee im Weltraum" zitiert wird, in Yogis Höhle Weird Al Yankovich aus dem Radio singt oder Yogi in einer Szene den Wilhelmsschrei ausstößt, dann freuen sich auch die Großen.

"Yogi Bär" – Tolle 3D-Effekte, die Aufschlag rechtfertigen

Mit "Yogi Bär" kommt zudem endlich wieder ein 3D-Film in die Kinos, der den an der Kinokasse zu entrichtenden Aufschlag auch rechtfertigt. Wenn Yogi samt essbarer Beute durch die Luft fliegt oder es ein gewaltiges Feuerwerk gibt – der Zuschauer darf sich über allerhand dreidimensionale Effekte freuen, die darlegen, wie unterhaltsam ein 3D-Film sein kann.

"Yogi Bär" – Darsteller ordnen sich dem Bären unter

Yogi Bär erhielt im amerikanischen Original die Synchronisation von Dan Aykroyd ("Blues Brothers"). Dessen deutsche Stimme Thomas Danneberg konnte man glücklicherweise auch für die deutsche Version verpflichten. Verzichten muss man in Deutschland leider auf Justin Timberlake, der Boo Boo im Original die Stimme leiht.

Da es sich bei "Yogi Bär 3D" um einen Realfilm handelt, tauchen selbstverständlich neben den animierten Bären auch reale Schauspieler auf. Diese machen einen soliden Job und ordnen sich ansonsten gut dem Bären unter, der natürlich klar die Hauptfigur des Films ist. Eine nette Liebesgeschichte zwischen Ranger Smith, gespielt von Tom Cavanagh ("The Cake Eaters") und der von Anna Faris ("Scary Movie 1-4") dargestellten Rachel, sorgt dann aber doch noch für einen kleinen Nebenhandlungsstrang.

Außerdem mit im Boot: T.J. Miller ("Männertrip") als trotteliger Ranger Jones, der selbst zum Chefranger werden will. Für diesen Traum kooperiert er sogar mit dem arroganten Bürgermeister Brown. Andrew Daly ("Der Informant!", "So spielt das Leben") spielt diesen so wunderbar schmierig, oberflächlich und eklig, dass es großen Spaß macht, ihm dabei zuzusehen, wie er neue Fiesitäten ausheckt.

"Yogi Bär" – kurzweilige Unterhaltung

"Yogi Bär 3D" ist mit seinen 80 Minuten Laufzeit (inklusive Abspann) vergleichsweise kurz gehalten, was eine absolut gute Entscheidung war. Die jungen Zuschauer würden bei längerer Spieldauer unruhig werden, die Älteren gelangweilt, weil es sich im Prinzip dann halt doch "nur" um einen Kinderfilm handelt. So jedoch ist es eine perfekte Spielzeit für kurzweiligen Schabernack.

Titel: Yogi Bär

Originaltitel: Yogi Bear

Verleih: Warner

Land, Jahr: USA/NZ 2010

Regie: Eric Brevig

Buch: Brad Copeland, Joshua Sternin, Jeff Ventimilia

US-Sprecher: Dan Aykroyd (Yogi Bär), Justin Timberlake (Boo Boo)

Darsteller: dazu Anna Faris (Rachel), Tom Cavanagh (Ranger Smith), T.J. Miller (Ranger Jones), Andrew Daly (Bürgermeister Brown)

Deutschland-Start: 23.12.2010

Laufzeit: 80 Minuten

FSK: ohne Altersbeschränkung

FBW-Prädikat: Wertvoll

Mathias Wagner, Christine Wagner

Mathias Wagner - Ich bin seit dem 23. April 2010 Mitglied von Suite101 und weiß inzwischen die Möglichkeiten zu schätzen, die mir dieses ...

rss