Yogi Tee – ein koffeinfreier Muntermacher

Der Gewürztee mit Zimt und Pfeffer lässt sich leicht selbst machen

Teekanne für Yogi-Tee - Konstantin Gastmann/aboutpixel.de
Teekanne für Yogi-Tee - Konstantin Gastmann/aboutpixel.de
Yogi Bhajan erfand in den 60er Jahren den würzig-scharfen aber entspannenden Aufguss für seine Yogaschüler. Der koffeinfreie Wachmacher schmeckt nicht nur Yogis.

Die Gewürzmischung mit dem Markennamen "Yogi Tee“, die streng genommen nicht als Tee bezeichnet werden kann, da sie ohne Blätter aus der Teepflanze allein mit Gewürzen auskommt, erfand der indische Yoga-Lehrer Yogi Bhajan in den 1960er Jahren.

Yogi Bhajan und die 3H-Organisation: "Happy, Healthy, Holy“

Der 1929 im Gebiet des heutigen Pakistan geborene Inder Harbhajan Singh Puri interessierte sich als Sohn eines Arztes auch selbst früh für heilkundliche Themen und praktizierte von Kindheit an Kundalini Yoga, wie es in der Sikh-Tradition geübt wurde. Neben zahlreichen Aufenthalten in indischen Ashrams, in denen er sich zum Yogalehrer ausbilden ließ, absolvierte der später so genannte Yogi Bhajan ein betriebswirtschaftliches Studium und arbeitete im Anschluss im indischen Staatsdienst.

Ab 1968 unternahm er mehrere Reisen nach Nordamerika, um seine Lehre des Kundalini Yoga den Menschen im Westen näher zu bringen. Mit seiner in Los Angeles gegründeten 3H-Organisation, deren Hs für "Happy, Healthy, Holy“ stehen, dem Zustand, der durch die Yoga-Praxis angestrebt wird, wurde er weltweit bekannt.

Yogi Tee: würzig und anregend durch Zimt, Nelken, Kardamom und Pfeffer

Yogi Bhajan entwickelte seine Gewürzmischung speziell für seine überwiegend westlichen Yogaschüler, denen er nach den Übungsstunden zur Abrundung ein wärmendes, entspannendes und aufmunterndes Getränk mit auf den Weg geben wollte. Seine geschmacklich sehr ausgefallene Kreation wirkt einerseits durch die Zimtnote wärmend und beruhigend, aber durch ihre wohldosierte Schärfe mit frisch gemahlenem Pfeffer andererseits auch anregend. Die nach den Grundsätzen der ayurvedischen Ernährungslehre zusammengestellte Mischung enthält keinen Schwarztee, so dass sie bedenkenlos in größeren Mengen und auch von Kindern genossen werden kann.

Dem Yogi Tee zum Teil nachgesagte Heilwirkungen sind jedoch nicht wissenschaftlich belegt- das Getränk ist nicht als Arzneimittel geeignet.

Heute werden in Deutschland von der Firma Golden Temple mit Sitz in Hamburg unter der Marke "Yogi Tee" über 50 verschiedene Teesorten vertrieben, deren Geschmacksrichtungen von Schoko über Chili bis Lakritz reichen, und die zum Teil auch Chai oder Grüntee enthalten. Nur das Original mit dem Zusatz "Classic“ bezieht sich jedoch auf den Erfinder Yogi Bhajan und hält sich dicht an dessen Rezeptur.

Rezept für klassischen Yogi Tee

Auch wenn das genaue Mischungsverhältnis des Klassikers streng geheimgehalten wird, lässt sich ein annäherndes Geschmackserlebnis mit den hierzulande überwiegend leicht erhältlichen Zutaten erreichen.

Zutaten pro Liter Yogi-Tee

1 Stange Zimt

8 ganze Gewürznelken

1 Stück frischer Ingwer, kleingeschnitten

1 EL Kakaoschalen

1 Prise Pfeffer, frisch gemahlen

1 Prise Kardamom

300 ml Milch

Zubereitung:

Alle Gewürze in einem Liter Wasser aufkochen und bei geringer Hitze mindestens 20 Minuten köcheln lassen. Durch ein Sieb gießen und großzügig mit Milch auffüllen. Nach Geschmack mit Honig süßen.

Die Milch bildet als Dämpfer für die scharfen Gewürze einen wichtigen Bestandteil, der außerdem für die erwünschte Konsistenz des Getränks sorgt.

Auch wenn Yogi Tee besonders gern im Winter getrunken wird und mit seinem Zimtduft weihnachtliche Gefühle wecken kann, eignet er sich ebenso gut als Eistee für heiße Sommertage.

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Elke Geyer, Elke Geyer

Elke Geyer - Ich erblickte 1974 in Hildesheim das Licht der Welt und entschied mich nach der Schulzeit zunächst für die Juristenlaufbahn. ...

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