
- Das zweite Buch von Charlotte Roche - Piper Verlag
Im August 2011 erschien ihr zweiter Roman "Schoßgebete" und bricht in mehreren Sparten sämtliche Rekorde. Im September 2011 ist Charlotte Roche auf Lesetour (siehe unten). Die wichtigsten zehn Fakten über die Bestseller-Autorin und ihr neues Buch hat Suite101-Autorin Caroline Stern zusammengestellt.
1. Charlotte Roche spricht man Scharlotte Roosch aus.
2. In "Schoßgebete" heißen alle Frauen der Familie der Ich-Erzählerin Elisabeth (Großmutter, Mutter, Erzählerin, Tochter).
3. Roches "Schoßgebete" landete sofort auf Platz 1 der Spiegel-Bestseller-Liste. Er startete mit einer Rekordauflage von 500.000 und existiert nach knapp einem Monat schon in der 4. Auflage. Auch Angebote zur Verfilmung gibt es bereits. Das Buch handelt von einer jungen verheirateten Frau namens Elisabeth Kiehl, deren Leben sich zwischen Tod, Therapie und Sex bewegt.
4. Die ehemalige Viva-Moderatorin verlor 2001 drei Brüder bei einer Massenkarambolage und verarbeitet den Unfall erstmals öffentlich in "Schoßgebete". Es sei "das alles bestimmende Ereignis in ihrem Leben", so Roche. Zuvor klagte sie jedes Medium an, das über das tragische Ereignis berichtete. An vorderster Stelle die BILD-Zeitung, als deren wichtigster Feind sich Roche sieht.
5. "'Schoßgebete' soll auch gelesen werden als große Werbung für Therapie", so die Autorin. "Ich empfehle grundsätzlich jedem eine Therapie. Sie hat mir oft das Leben gerettet." Seit zehn Jahren nimmt Roche regelmäßig Stunden. Erfolgreich, wie man sieht.
6. Am 15.8. kam die deutsche Feministin Alice Schwarzer auf ihrem Blog mit einem offenen Brief an Charlotte Roche ("Hallo Charlotte,") heraus, in dem sie den Roman eine "verruchte Heimatschnulze" nennt. Die moderne Feministin Roche hatte Schwarzer und die Frauenbewegung der 1970er Jahre in ihrem Buch verantwortlich gemacht für eine verqueere Erziehung von Frauen bezüglich Männern. Am 26.8. reagierte die angegriffene Roche auf Schwarzers Brief: "Es sei Zeit", so die Bestseller-Autorin gegenüber der dpa, "für neue, jüngere Feministinnen, aber die werden immer weggebissen von unserer Spitze".
7. Ihr erstes Buch, "Feuchtgebiete", verkaufte sich bisher knapp zwei Millionen Mal und war im Jahr 2008 für sieben Monate auf der Spiegel-Bestseller-Liste. Das Buch ist eine Art Porno, der dem modernen Hygiene-Wahn Paroli bietet.
8. Leser lernen durch "Schoßgebete" Dinge fürs Leben - zum Beispiel, wie man beim Zwiebelschneiden nicht weinen muss und dass es auch eine grüne Alternative zur Suchmaschine Google gibt, nämlich Ecosia.
9. Charlotte Roche ist kein gutes Vorbild für Frauen. Will sie auch nicht sein. Im Gegenteil: Sie will immer extrem sein. Schon ihr Anspruch ist ungesund. Sie ist also mehr eine Kämpferin, die sich in die Fluten stürzt.
10. Durch ihre unkonventionelle, geniale und krasse Art spaltet Charlotte Roche die Nation. Die Themen, die sie aufwirft, sind eine riesige Inspiration für die Gesellschaft und führen zu bewegenden Debatten, die sich über Monate hinziehen.
Charlotte Roche auf Lesetour mit "Schoßgebete"
- 12.9.: Köln, Gloria
- 13.9.: Leipzig, Werk 2
- 14.9.: Berlin, Wühlmäuse
- 15.9.: Erlangen, E-Werk
- 16.9.: München, Lustspielhaus
- 18.9.: Düsseldorf, Savoy
- 27.9.: Stuttgart, Theaterhaus
- 28.9.: Frankfurt, Mousonturm
- 15.10.: Köln, Theater im Tanzbrunnen im Rahmen der Lit.Cologne
- 13.11.: Wien, Rabenhoftheater im Rahmen der Buch Wien
- 23.11.: Mainz, Frankfurter Hof.
