Zehn Jahre Global Positioning System fürs Auto

10 Jahre GPS fürs Auto - BMW
10 Jahre GPS fürs Auto - BMW
Vor zehn Jahren hat das amerikanische Militär das GPS für die zivile Nutzung freigegeben. Seither ist das Navigationssystem im Auto kaum mehr wegzudenken.

Es ist noch gar nicht so lange her, als man mit dem Auto unterwegs war und auf dem Beifahrersitz Stapel von Papieren lagen. Sie hatten die Aufgabe, dem Fahrer den Weg ans Ziel zu weisen. Oft war das Kartenmaterial veraltet. Und so mancher kaufte sich kurz vor dem Ziel an einer Tankstelle noch schnell eine aktuelle Straßenkarte.

GPS-Anfänge in den 1970er-Jahren

Dabei ist das Global Positioning System, kurz GPS, älter als zehn Jahre. In den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts startete das amerikanische Militär mit der Entwicklung. Die Technik sollte ausschließlich dem Militär bei der Positionsbestimmung und beim Navigieren helfen. Nach einem traurigen Ereignis am 1. September 1983, als sich ein ziviles Flugzeug der Korean-Airlines bei Dunkelheit verflog und in den sowjetischen Luftraum eindrang. Das Flugzeug wurde abgeschossen, 283 Menschen wurden dabei getötet. Danach entschloss man sich, die Störsignale soweit zurückzunehmen, dass das GPS für die zivile Luftfahrt verwendet werden konnte. Im Laufe der Jahre wurde das Navigationssystem weiterentwickelt.

Für eine genaue Positionsbestimmung werden vier Satelliten benötigt. Damit dies rund um die Uhr geschehen kann, wurden 24 Satelliten auf genau definierte Umlaufbahnen geschossen, auf denen sie kontinuierlich um die Erde kreisen. Das war im Jahr 1995 erreicht. Doch erst im Jahr 2000 wurden die Störsignale ganz abgeschaltet. Damit war der Weg frei für eine Massenanwendung und damit für die Navigationssysteme im Auto. Die GPS-Empfänger können über die Signallaufzeiten ihre eigene Position und Geschwindigkeit berechnen. Bis auf wenige Meter genau können so der Ort, die Geschwindigkeit und die Bewegungsrichtung bestimmt werden.

Ortungsgerät für 007

Ein Vorläufer des heutigen GPS war im Jahr 1964 im James-Bond-Film „Goldfinger“ zu sehen. Mister Q baute in den Aston Martin DB5 von 007 ein Ortungsgerät mit einem Bildschirm ein der auf der Konsole befestigt war. Dazu gab es einen größeren Signalgeber, der es 007 ermöglichte, seinen Gegner mit einem Sicherheitsabstand zu verfolgen. Ein kleiner Signalgeber, versteckt in Bonds Schuhabsatz, ließ den MI6 nie im Unklaren darüber, wo der Spitzenagent gerade unterwegs war.

Anfang der 80er-Jahre versuchte sich Honda an einem entsprechenden System. Ein Drehwinkel- und ein Wegstreckensensor lieferten Daten. Daraus wurde die Fahrtstrecke berechnet, die als Linie auf einem Bildschirm angezeigt wurde. Das System war allerdings sehr umständlich in der Handhabung, da der Fahrer eine durchsichtige Karte vor den Schirm halten und die angezeigte Verbindungslinie mit der entsprechenden Wegstrecke zur Deckung bringen musste. Entwicklungen anderer Firmen nahmen für die Bestimmung des Ortes das Erdmagnetfeld zu Hilfe.

Als erster deutscher Autohersteller baute BMW in den 7er ab Werk ein Navigationssystem ein. Das war Anfang der 90er-Jahre. Das System war in der Lage, die Position zu bestimmen, eine Karte abzubilden und eine Route zu berechnen.

Cornelia Wahl - Schon als Kind war für Cornelia Wahl klar, dass sie etwas mit Technik und Autos zu tun haben wollte. Alles was brummt und fährt, ...

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