Ein kleiner Bär erwacht auf dem Zeichenpapier. Mit ein wenig Geduld und Einfühlungsvermögen kann man mit dem Tierchen eine Menge Spaß haben. Abgesehen davon ist das Ergebnis oft überraschend gut und der Weg dorthin leichter als gedacht. Als Material benötigen Sie Bleistift sowie Skizzen- oder Kopierpapier. Für das spätere Endergebnis Aquarellpapier oder Postkartenkarton, Aquarell- oder Tuschkasten, Pinsel, Farbstifte.

Kopf und Körper des Teddy

Als Vorlage kann jeder Teddybär dienen. Man setzt ihn hin, betrachtet ihn in Ruhe aus allen Blickwinkeln und erfasst die Form und sein Aussehen ganz bewusst mit den Augen. Der Kopf ist rund wie ein Pfannkuchen und oben sitzen zwei halbrunde Ohren. Die Nase thront in der Mitte des Gesichts, die Augen sind klein und ruhen direkt oberhalb der Nasenkante. Für den Ausdruck des Mundes ist entscheidend, wie die Linie zwischen den Lippen verläuft. Ein fast unmerklich angebrachter Schwung der Mittellinie macht den Zeitgenossen sympathisch.

Der Körper ist in etwas zweimal die Kopfhöhe. In der Mitte des Körpers – ohne Kopf betrachtet – sitzt der Nabel auf einem schönen kugelig runden Bauch. Pfoten des Bären sind knuffig und tapsig, die Arme und Beine eher dicker als zu dünn.

Von der Skizze zum fertigen Motiv

Mit ein wenig Probieren und Variieren in den Formen wächst die Freude am Skizzieren. Wenn ein Teil des Bären nicht auf Anhieb gelingt, kann man auch mit Transparentpapier arbeiten. Bereits angefertigte Teile einer Zeichnung können durchgepaust und mit neuen Skizzen kombiniert werden. Wird dünnes weißes Papier verwendet, sind beim Aufeinanderlegen der Bogen auch hier die Umrisse der vorherigen Zeichnung sichtbar. Je länger man sich mit dem Motiv, also hier dem Bären beschäftigt, umso besser werden die Ergebnisse. Gelingt etwas einmal gar nicht, ist es ratsam alles liegen zu lassen und die weitere Arbeit auf einem anderen Tag verschieben.

Die akribisch genaue Darstellung des Modells ist nicht notwendig. Betrachtet man die Zeichnung, selbst wenn sie von der Vorlage abweicht, sollte diese überzeugen. Malen ermöglicht eine neue Sichtweise auf die dargestellten Motive, ansonsten würde eine Fotografie des gewünschten Bären ausreichend sein. Eine Zeichnung hat einen ganz eigenen Charakter und darf die Realität verändern, verschieben und verklären, soweit der Kreative, der dahinter steckt, es möchte. Nichts muss, alles darf sein.

Nachdem eine zufriedenstellende Umriss-Zeichnung des Bären entstanden ist, kann diese beispielsweise eingescannt werden, auf Karton ausgedruckt und anschließend coloriert werden. Alternativ dazu kann man auch an einem hellen Fenster oder auf einer von unten beleuchteten Glasscheibe, die auf einer kleinen Lampe liegt, die Vorzeichnung auf nahezu jedes stärkere Papier übertragen. Ebenso kann einfach Kohlepapier zum Durchzeichnen genommen werden.

Nachdem die Umrisse bei Bedarf nochmals verstärkt nachgezogen sind, nun mit Farbstiften, Aquarellfarbe oder einem einfachen Schulmalkasten colorieren. Wenn dies nicht auf Anhieb gelingt, einfach weitere Versuche folgen lassen – mit ein wenig Übung gelingt es letztlich ganz sicher.

Zu den ersten guten Ergebnissen gehört oft ein wenig Geduld, die sich von ganz alleine einstellt, wenn die Tätigkeit Spaß macht. Sobald das Zeichnen zur Qual wird und frustriert, ist es für jeden angehenden Zeichner besser, den Stift hinzulegen und erst einmal etwas anderes tun. Die Freude an der Sache spiegelt sich im Ausdruck des Bären wider. Mit Humor und ein wenig Hingabe an das Zeichnen wird auch er die Lebendigkeit haben, die ihn sympathisch und unwiderstehlich macht.