Ein Zeitschriftenabo ist eigentlich eine gute Sache. Man bekommt seine Lieblingszeitschrift regelmäßig ins Haus geschickt und spart außerdem normalerweise auch Geld. Nicht selten gibt es bei Abschluss eines Abos eine schöne Prämie. Viele gute Gründe also, sich auf ein Zeitschriftenabo einzulassen. Doch mit dem Kündigen ist es bei Abos so eine Sache. Jeder kennt die Horrorgeschichten, die darüber erzählt werden. Da kommt die Kündigung nicht an, da wird das Geld einfach weiter abgebucht usw. Doch das alles hat sich auch ein wenig gebessert, viele Verlage gehen heute fairer mit ihren Abonnementen um. Trotzdem sollte man sich an gewisse Regeln halten und vor allem genau wissen, wie und wann das Abo gekündigt werden muss.

Zeitschriftenabo immer schriftlich kündigen

Auch wenn in den AGBs etwas anderes steht, sollten Sie ein Zeitschriftenabo immer schriftlich kündigen. Dazu setzen Sie ein Kündigungsschreiben auf, aus dem ganz klar das Datum hervorgeht, zu dem die Kündigung in Kraft tritt. Vergessen Sie nicht die wichtigen Daten wie Ihre Adresse und Ihre Kundennummer zu vermerken. Verlangen Sie in Ihrem Kündigungsschreiben außerdem eine schriftliche Bestätigung Ihrer Kündigung. Diese Kündigung schicken Sie dann per Einschreiben rechtzeitig an den Verlag.

Kündigungen per E-Mail oder per Telefon sind zwar möglicherweise einfacher, aber nicht ratsam.

Zu welchem Zeitpunkt sollte das Abo gekündigt werden?

Je nach Vertrag müssen Sie auf jeden Fall auf die Kündigungsfrist achten. Hier gibt es große Unterschiede. In der Regel schließen Sie Ihr Zeitschriftenabo für eine bestimmte Vertragszeit ab, in der Regel zwölf Monate, danach kann das Abo jederzeit gekündigt werden. Früher waren Verträge üblich, bei denen man ganz genau aufpassen musste, einen bestimmten Termin nicht zu verpassen. Hatte man nicht rechtzeitig gekündigt, verlängerte sich das Abo wieder um ein oder zwei Jahre. Solche Verträge mit automatischer Verlängerung gibt es heute immer noch, meistens handelt es sich dabei um ein Abo mit Geldprämie (Beispiel Prämienabo). Deswegen sollten Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor Abschluss eines Vertrages genau prüfen. Aboverträge, die nach zwölf Monaten nicht jederzeit gekündigt werden können, sollten Sie besser nicht abschließen, auch wenn die Prämie verlockend ist. Hier besteht immer das Risiko, die Kündigungsfrist (meistens 3 Monate vor Ablauf) zu verpassen.

Haben Sie ein normales Zwölfmonatsabo, bei dem Sie anschließend jederzeit kündigen können, gibt es im Prinzip kein Risiko. Sollten Sie die Kündigungsfrist verpassen, können Sie jeden Monat kündigen.

Theoretisch können Sie auch weit im Vorfeld kündigen, sogar direkt nach Vertragsabschluss. Wichtig ist nur, dass Sie das Datum, zu dem Ihre Kündigung wirksam werden soll, in Ihrem Kündigungsschreiben vermerken.