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Zimmerpflanzen richtig umtopfen

Empfehlungen und Tipps für die Erneuerung des Substrats

Kleines Hilfsmittel beim Umtopfen - vs-krems-lerchenfeld
Kleines Hilfsmittel beim Umtopfen - vs-krems-lerchenfeld
Woran erkennt man, dass Pflanzen umgetopft werden müssen? Wann ist der richtige Zeitpunkt und wie macht man es richtig?

Im Frühjahr ist es Zeit für unsere Zimmerpflanzen, wieder neue Energie zu tanken. Dazu gehört auch, dass der in der Erde enthaltene Nährstoffvorrat ausreichend ist.

Die Anzeichen verbrauchter Blumenerde

Wenn der Wurzelballen die übrige Erde fast verdrängt hat, weil er zu stark geworden ist, die Pflanze fast aus dem Topf gehoben wird, Wurzeln aus dem Topf herauswachsen oder über den Topfrand ragen und die Erde unangenehm riecht, ist es höchste Zeit, das Substrat auszutauschen. Auch wenn die Pflanze stark an Höhe oder Breite gewonnen hat und der Topf beinahe umkippt, ist das Verhältnis von Topf zu Pflanze nicht mehr ideal, sie benötigt einen größeren Topf.

Der Zeitpunkt des Umtopfens

Ein erfahrener Pflanzenfreund stellt schnell fest, wann eine Pflanze neues Substrat benötigt. In der Regel topft man Zimmerpflanzen alle zwei bis drei Jahre um, denn innerhalb dieses Zeitraums wird der Wurzelballen einer Pflanze so kräftig, dass er verfilzt, wenn abgestorbene Wurzelteile nicht entfernt werden und die Pflanze frische Erde und Nährstoffe bekommt. Die beste Zeit zum Umtopfen ist Ende März bis in den April hinein, nämlich vor Beginn des neuen Austriebs. Hat man hingegen Zimmerpflanzen, die im Winter blühen, stört man sie nicht und wartet bis zum Ende der Blütezeit. Danach können auch sie umgetopft werden. Gleiche Kriterien gelten ebenso für Pflanzen in Hydrokultur, auch sie müssen aus denselben Gründen regelmäßig umgetopft werden.

Die Vorgehensweise beim Umtopfen

Der neue Topf sollte ringsherum mindestens zwei Zentimeter größer sein als der vorherige. Bei Tontöpfen ist darauf zu achten, dass diese vorher einige Zeit gewässert werden, damit der Ton das Wasser aufnehmen kann, sonst wird der neuen Erde gleich die Feuchtigkeit entzogen.

  • Einen Tag vor dem Umtopfen sollte man die Pflanze gießen, damit sich die alte Erde später leichter aus dem Topf löst.
  • Nehmen Sie den Pflanzenstängel über der Erde zwischen zwei Finger, mit den übrigen Fingern bedecken Sie die obere Erdschicht.
  • Halten Sie die Pflanze kopfüber, drehen Sie mit der anderen Hand vorsichtig den Grund des Topfes einige Male hin und her, damit sich die Erde von der Topfwand lösen kann. Ist die Erde locker, können Sie den Topf ohne Mühe herunterziehen.
  • Sollte sich die Pflanze nicht aus dem Topf entfernen lassen, müssen sie Kunststofftöpfe von oben nach unten zerschneiden, Tontöpfe werden vorsichtig zerschlagen.
  • Entfernen Sie danach die obere Erdschicht von der Pflanze und klopfen den Wurzelballen sanft aus, bis die Erde herausrieselt.
  • Anschließend lockert man den Wurzelballen leicht auf. Braune, faulige, abgestorbene oder zu lange Wurzeln werden geschnitten.
  • Nach gärtnerischer Erfahrung ist es wichtig, im neuen Topf über dem Abzugsloch eine Drainageschicht zu bilden. Hierfür verwendet man entweder eine Hohlraum bildende Tonscherbe oder eine Schicht aus Blähton, Granulat oder Styroporflocken. Die Schicht sollte etwa anderthalb bis zwei Zentimeter hoch sein, bei sehr großen Töpfen fünf bis acht Zentimeter.
  • Nachdem Sie die für Ihre Pflanze richtige Erde ausgewählt haben, geben Sie etwas Erde in den neuen Topf. Danach setzen Sie die Pflanze mittig und auf gleicher Höhe wie im alten Topf ein, füllen Erde nach und drücken diese leicht an.
  • Man muss darauf achten, dass keine Hohlräume bleiben. Mit einem Pikierstab (wer keinen hat, kann auch einen Holzlöffel oder -stab benutzen) stopft man die Erde vorsichtig nach, ohne sie dabei extrem zu verfestigen.
  • Oben lässt man einen Gießrand von einem Zentimeter.
  • Anschließend gießt man die Pflanze an.

Pflanzen in Hydrokultur

Das Umtopfen von Pflanzen in Hydrokultur unterscheidet sich nicht wesentlich. Bitte achten Sie auf Folgendes:

  • Nach dem Herausnehmen der Pflanze altes Granulat oder Blähton vollständig entfernen und die Wurzeln bei Bedarf wie oben beschrieben zurückschneiden.
  • Wichtig ist, dass das neue Granulat oder der Blähton vorher gewässert wurden, es darf auf keinen Fall in trockenem Zustand in den neuen Topf.
  • Eine Schicht Granulat in den neuen Topf geben, Pflanze einsetzen und den Rest mit Granulat oder Blähton auffüllen.
  • Anschließend den Gitter-/Korbtopf in einen Übertopf stellen und mit handwarmem Wasser auffüllen, dabei auf die für Hydrokultur richtige Gießmenge achten.

Frisch umgetopfte Zimmerpflanzen pflegen

Damit sich die Pflanze an das neue Substrat gewöhnen kann, stellt man sie hell und warm, Sonne ist unbedingt zur vermeiden. Bis zur Bildung neuer Triebe wird nur so viel gegossen, dass die Pflanze nicht austrocknet, anschließend können Sie sie normal weiterpflegen wie vorher. Wichtig: Pflanzen nach dem Umtopfen erst sechs bis acht Wochen später wieder düngen!

Heidi Fülle, Heidi Fülle

Heidi Fülle - Hallo, ich freue mich, dass Sie hier sind und bedanke mich herzlich für Ihr Interesse. Seit etlichen Jahren arbeite ich in Berlin ...

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