Zitate von Franz Kafka

Geistreiche und brisante Sprüche des Autors

Kafka, sprich! - Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de
Kafka, sprich! - Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de
Heute gilt Franz Kafka als einer der großen Dichter der deutschen Sprache des 20. Jahrhunderts. Hier eine Auswahl seiner schönsten Zitate.

1) Wer die Fragen nicht beantwortet, hat die Prüfung bestanden.

2) Auch ist das vielleicht nicht eigentlich Liebe, wenn ich sage, daß Du mir das Liebste bist; Liebe ist, daß Du mir das Messer bist, mit dem ich in mir wühle.

3) Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis. Vielleicht ist keines da.

4) Von einem gewissen Punkt an gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.

5) Theoretisch gibt es eine vollkommene Glücksmöglichkeit: An das Unzerstörbare in sich glauben und nicht zu ihm streben.

6) Wenn das, was im Paradies zerstört worden sein soll, zerstörbar war, dann war es nicht entscheidend; war es aber unzerstörbar, dann leben wir in einem falschen Glauben.

7) Der Messias wird erst kommen, wenn er nicht mehr nötig sein wird.

8) Nichtstun ist eine der größten und verhältnismäßig leicht zu beseitigenden Dummheiten.

9) Verkehr mit Menschen verführt zur Selbstbeobachtung.

10) Jeder lebt hinter einem Gitter, das er mit sich herumträgt.

11) Dichtung ist immer nur eine Expedition nach der Wahrheit.

12) Wer der Welt entsagt, muß alle Menschen lieben, denn er entsagt auch ihrer Welt. Er beginnt daher das wahre menschliche Wesen zu ahnen, das nicht anders als geliebt werden kann, vorausgesetzt daß man ihm ebenbürtig ist.

13) Man darf niemanden betrügen, auch nicht die Welt um ihren Sieg.

14) Solange du nicht zu steigen aufhörst, hören die Stufen nicht auf, unter deinen steigenden Füßen wachsen sie aufwärts.

15) Warum klagen wir wegen des Sündenfalls? Nicht seinetwegen sind wir aus dem Paradiese vertrieben worden, sondern wegen des Baumes des Lebens, damit wir nicht von ihm essen.

16) Es gibt nichts anderes als eine geistige Welt; was wir sinnliche Welt nennen, ist das Böse in der geistigen, und was wir böse nennen, ist nur eine Notwendigkeit eines Augenblicks unserer ewigen Entwicklung.

17) Dieses Leben scheint unerträglich, ein anderes unerreichbar.

18) Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.

19) Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

20) Ein erstes Zeichen beginnender Erkenntnis ist der Wunsch zu sterben.

21) Psychologie ist Lesen einer Spiegelschrift, also mühevoll, und was das immer richtige Resultat betrifft, ergebnisreich, aber wirklich geschehn ist nichts.

22) Liebe ist alles was unser Leben steigert, erweitert, bereichert. Nach allen Höhen und Tiefen. Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße.

23) An Fortschritt glauben heißt nicht glauben, daß ein Fortschritt schon geschehen ist. Das wäre kein Glauben.

24) Was ist das für Volk! Denken sie auch oder schlurfen sie nur sinnlos über die Erde?

25) Der Geist wird erst frei, wenn er aufhört, Halt zu sein.

26) Mit stärkstem Licht kann man die Welt auflösen. Vor schwachen Augen wird sie fest, vor noch schwächeren bekommt sie Fäuste, vor noch schwächeren wird sie schamhaft und zerschmettert den, der sie anzuschauen wagt.

27) Die Enge des Bewußtseins ist eine soziale Forderung.

28) Das eigentlich Charakteristische dieser Welt ist ihre Vergänglichkeit.

29) Zum letztenmal Psychologie!

30) Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.

31.) Ich glaube, man sollte überhaupt nur solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen.

Lesen Sie auch ein Porträt zu Franz Kafka auf Suite101!

Caroline Stern, (c)

Caroline Stern - Veröffentlichungen u. a. in: People Management, Time Out London und auf: morgenpost.de, stern.de, welt.de. Aufgewachsen in Plauen ...

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