Zitate von Rousseau zur Freiheit und Demokratie

Eine Auswahl wichtiger Sprüche und Definitionen

Statue von Jean-Jacques Rousseau - © Mario Heinemann / PIXELIO'
Statue von Jean-Jacques Rousseau - © Mario Heinemann / PIXELIO'
Freiheit und Demokratie spielen in Rousseaus Staatstheorie, dem Gesellschfatsvertrag, eine entscheidende Rolle. Hier eine Sammlung berühmter Zitate.

Bei Jean-Jacques Rousseau bringen die Prinzipien des Staatsrechtes dem Menschen die Freiheit. Für Rousseau wird jeder Mensch "frei geboren". "Echte Freiheit" findet er jedoch nur im Staat. Der Gesellschaftsvertrag von Jean-Jacques Rousseau ist eine der bedeutendsten Schriften der politischen Philosophie. Hier eine Auswahl wichtiger Zitate zur Freiheit und Demokratie:

Zitate zur Freiheit

  • Auf seine Freiheit verzichten, heißt, auf seine Menschenwürde, Menschenrechte, selbst auf seine Pflichten verzichten.
  • Der Mensch ist frei geboren, und dennoch liegt er überall in Ketten.
  • Die Unabhängigkeit und Freiheit der Menschen beruht weniger auf der Kraft der Arme als auf der Mäßigung der Herzen. Wer weniger begehrt, hängt von Wenigem ab.
  • Das Geld, das man besitzt, ist das Mittel zur Freiheit, dasjenige, dem man nachjagt, das Mittel zur Knechtschaft.
  • Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern das er nicht tun muss, was er nicht will.
  • Freiheit gibt es in keiner Regierungsform, sie lebt nur im Herzen des freien Menschen, er trägt sie überall mit sich.
  • Der Ursprung allen Handelns liegt im Willen eines freien Wesens.
  • Vergebens trachtet man nach der Freiheit unter dem Schutz der Gesetze! Gesetze! Wo gibt es sie, und wo werden sie befolgt?
  • Mir ist die gefährliche Freiheit lieber als eine ruhige Knechtschaft.
  • Der Mensch ist in seinen Handlungen frei und als freies Wesen von einer immateriellen Substanz beseelt.
  • Wäre Feigheit niemals der Tugend Hindernis, so würde sie aufhören ein Laster zu sein.
  • Mit der Freiheit ist es nicht anders als mit derben und saftigen Speisen oder starken Weinen. Für gesunde und starke Naturen sind sie nahrhaft und stärkend. Sie überladen, verderben und berauschen jedoch schwache und zarte Menschen.
  • Wenn der Mensch tätig und frei ist, handelt er aus sich selbst.

Zitate zur Demokratie

  • Gäbe es ein Volk von Göttern, so würde es sich demokratisch regieren. Eine so vollkommene Regierung passt für uns Menschen nicht.
  • Sobald man bei Staatsangelegenheiten die Worte hören kann: 'Was geht mich das an?' kann man darauf rechnen, dass der Staat verloren ist.
  • Eine echte Demokratie hat es nie gegeben und wird es auch niemals geben, denn es verstößt gegen die natürliche Ordnung, dass die Mehrheit regiert und die Minderheit regiert wird. Es ist nicht denkbar, dass das Volk unaufhörlich versammelt bleibe, um sich den Regierungsgeschäften zu widmen, und es ist leicht ersichtlich, dass es hierzu keine Ausschlüsse einsetzen kann, ohne die Form der Verwaltung zu ändern.

Der Gesellschaftsvertrag von Jean-Jacques Rousseau blieb über Jahrhunderte in der aktuellen politischen Diskussion präsent und wurde so gründlich wie kaum ein anderer politischer Text untersucht, geprüft, analysiert und kritisiert. Er erschien zum ersten Mal im April 1762. Der philosophische Text setzt sich vor allem mit den Begriffen Freiheit und Demokratie auseinander.

Lars Hartfelder - Lars Hartfelder, M.A. Geboren 1977 in Finsterwalde (Brandenburg). Arbeitet seit 2005 als freier Journalist in Cottbus, unter anderem ...

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