Zitate von Rousseau zu Familie und Erziehung

Eine Auswahl wichtiger Definitionen und Sprüche

Statue von Jean-Jacques Rousseau - © Mario Heinemann / PIXELIO'
Statue von Jean-Jacques Rousseau - © Mario Heinemann / PIXELIO'
Für den französischen Philosophen Jean-Jacques Rousseau spielte Familie und Erziehung eine bedeutende Rolle. Hier eine kleine Sammlung berühmter Zitate.

Jean-Jacques Rousseau hat sich in seinen politischen Schriften auch immer wieder zu den Themen Familie und Erziehung geäußert. Für Rousseau spielte die Familie beispielsweise im Gesellschaftsvertrag eine wichtige Rolle. Er führt sie als die natürlichste aller Gesellschaften an. Hier eine Auswahl wichtiger Zitate zur Familie und Erziehung.

Zitate zur Familie

  • Die Familie selbst besteht nur durch Übereinkunft.
  • Der Reiz des Familienlebens ist das beste Gegengift gegen den Verfall der Sitten.
  • Die Familie ist also, wenn man so will, das erste Muster der staatlichen Gebilde.
  • Die Familie ist die älteste aller Gemeinschaften und die einzige natürliche.
  • Viele Kinder haben schwer erziehbare Eltern.

Zitate zur Erziehung

  • Eine einzige offenkundige Lüge des Lehrers gegen seinen Zögling kann den ganzen Ertrag der Erziehung zunichte machen.
  • Die erste Erziehung ist am wichtigsten, und diese erste Erziehung kommt unzweifelhaft den Frauen zu.
  • Man veredelt die Pflanzen durch die Zucht und die Menschen durch Erziehung.
  • Kindererziehung ist ein Beruf, wo man Zeit zu verlieren verstehen muss, um Zeit zu gewinnen.
  • Wer unter uns die Freuden und Leiden des Lebens am besten zu ertragen vermag, der ist meinem Erachten nach am besten erzogen. Daraus folgt, dass die wahre Erziehung weniger in Lehren als in Übungen besteht.
  • Das Kind wird von einem vernünftigen, wenn auch, was die Kenntnisse anlangt, etwas beschränkten Vater besser als von dem geschicktesten Lehrer der Welt erzogen werden; denn der Eifer wird das Talent eher als das Talent den Eifer ersetzen.
  • Das große Geheimnis der Erziehung besteht darin, dass die Übungen des Geistes und des Körpers einander wechselseitig entspannen.
  • Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung.
  • Nur in einer einzigen Wissenschaft muss man die Kinder unterweisen, in der Wissenschaft von den Pflichten des Menschen.
  • Kennt ihr das sicherste Mittel, ein Kind unglücklich zu machen? Ihr müsst es daran gewöhnen, alles zu erhalten. Sein Verlangen wächst unaufhörlich. Bald oder spät wird euch die Ohnmacht zwingen, ihm etwas zu versagen, und dies ungewohnte Versagen wird ihm weit größere Qual sein als die Entbehrung des verlangten Gegenstandes.

Der Gesellschaftsvertrag von Jean-Jacques Rousseau blieb über Jahrhunderte in der aktuellen politischen Diskussion präsent und wurde so gründlich wie kaum ein anderer politischer Text untersucht, geprüft, analysiert und kritisiert. Er erschien zum ersten Mal im April 1762. Der philosophische Text setzt sich vor allem mit den Begriffen Freiheit und Demokratie auseinander. Bei Jean-Jacques Rousseau bringen die Prinzipien des Staatsrechtes dem Menschen die Freiheit. Für Rousseau wird jeder Mensch "frei geboren". "Echte Freiheit" findet er jedoch nur im Staat.

Lars Hartfelder - Lars Hartfelder, M.A. Geboren 1977 in Finsterwalde (Brandenburg). Arbeitet seit 2005 als freier Journalist in Cottbus, unter anderem ...

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