
- Haltbarmachen von Zucchini - Silvia Harnisch
Ein ganz besonderes Erlebnis für Kinder ist der Anbau von Zucchini, die in ihrer Sortenvielfalt, in reicher Ernte und vielseitiger Verwendbarkeit in der Küche keine Wünsche offen lassen. Die großen Samen werden im April in Töpfe ausgesät und ab Mitte Mai ins Freiland gepflanzt. Die einjährigen Pflanzen aus der Familie der Kürbisgewächse können unterschiedlich im Platzbedarf sein, deshalb ist es wichtig, nach den Eigenschaften der Sorte zu fragen, rankende Weingartenzucchini überwuchern viele Quadratmeter Beetplatz, eine nichtrankende Sorte benötigt etwa 1 bis 1,5 Meter Raum.
Gemüseanbau im Garten
Auf humusreichem Boden mit guter Kompost- oder Stallmistdüngung wächst Zucchini am besten. Die Markkürbisse, wie der englische Agrarwissenschaftler und Selbstversorger John Seymour sie nennt, können bis zu schubkarrengroß werden. Sie brauchen in ihrer geringen Wachstumszeit ausgewogene Wasserversorgung und mögen gemulchten Boden. Jung geerntet sind die zarten Früchte eine Delikatesse, die Pflanze wird dadurch auch zur Bildung weiterer Früchte angeregt. Wer die Früchte ausreifen lässt, kann sich über eine gute Lagerfähigkeit freuen, geschält und nach Entfernung der harten Kerne ist ein solcher Markkürbis gut als Suppengrundlage, Pizzabelag oder auch für Babybreie verwendbar. Die Fremdbefruchtung durch Insekten kann in regenreichen Sommern zu ungenügendem Fruchtansatz führen, eine künstliche Bestäubung mittels einer männlichen Blüte schützt vor Enttäuschungen.
Gesundheitlicher Wert
Cucurbita pepo subsp. pepo convar. giromontiina, wie die ursprünglich aus Nordamerika stammende Pflanze lateinisch heißt, ist sehr kalorienarm und reich an Vitaminen und Mineralien. 100 Gramm Zucchini haben einen Nährwert von 19 kcal, das entspricht 80 kJ. Die Früchte enthalten Calcium, Eisen, Eiweiß, Jod, Kalium, Kupfer, Magnesium, Phosphor, Selen und Natrium, sowie die Vitamine C, A, E und viele Vitamine der B-Gruppe. Die leichte Verdaulichkeit macht Zucchini interessant für die Krankendiät und Kinderkost.
Kochen mit Zucchini
Junge Zucchini gefüllt mit einer Hackfleischmasse und überbacken mit Käse, Zucchini als Zugabe zum Gurken- oder Tomatensalat und Zucchini in Eintopfgerichten sind leckere, bekannte Bereicherungen des Speiseplans. Man kann mit Zucchini aber auch backen oder Chutneys kochen. Für die ganz große Zucchiniernte sollen diese Rezepte weitere Anregungen geben.
Waldpilz-Zucchini-Pfanne
50g Butter werden in einer großen Pfanne erhitzt und eine gewürfelte große Zwiebel darin gebraten bis sie zu bräunen beginnt. Dann gibt man 500g Zucchiniwürfel zu und lässt auch diese etwas anbräunen. Danach fügt man 500g geputzte und gewaschene, in Stücke zerteilte Waldpilze zu und brät die Menge unter gelegentlichem Rühren und Würzen mit Salz und Pfeffer gar. Nach dem Abschmecken kommt frische gehackte Petersilie hinzu. Als Beilage zu Fleischgerichten, aber auch einfach nur zu Butterbrot ist diese Gemüsepfanne sehr aromatisch und lecker.
Haltbarmachen von Zucchini
Zucchini werden durch Einfrieren matschig, sie sollten dann nur in gefrorenem Zustand Gerichten zugefügt werden. Als Suppengrundlage kann man sie aber püriert einfrieren. Beim Einkochen verwendet man junge zarte Früchte, in mundgerechte Stücke geschnitten. Für 6 Gläser saure Zucchini kocht man 2,5l Wasser mit 500ml Essig, 250g Zucker und 2 Handvoll Salz auf und gibt diese Mischung kalt über die Früchte in die Gläser. Mit Senfkörnern,Zwiebelscheiben, Dillkraut, Pfefferkörnern und wenig Lorbeerblatt werden die Gläser gewürzt und 40 Minuten bei 100 Grad pasteurisiert. Diese sauren Zucchini sind auch als Zutat im Kartoffelsalat zu verwenden.
