Austernpilz, Shii-Take und Champignon - zum Schlank schlemmen

Champignon sind die bekanntesten Zuchtpilze - H.J.Scholten
Champignon sind die bekanntesten Zuchtpilze - H.J.Scholten
Zuchtpilze haben in der bundesdeutschen Schlemmer-Gilde einen guten Ruf. Shii-Take, Austern und Champignons auf biologischer Basis kultiviert.

Seit die wachsende Umweltverschmutzung manchem Feinschmecker das Pilze sammeln verleidet, haben Zuchtpilze in der Küche Konjunktur. Überdies sind unter labormäßig kontrollierten Bedingungen gezogene Zuchtpilze auch außerhalb der eigentlichen Pilzsaison im Herbst verfügbar. Der Klassiker unter den Zuchtpilzen sind hierzulande sicherlich die Champignons, gefolgt von Austernpilzen, Shii-take und Braunkappe, die sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Alle Zutaten für das Wachstum der Pilze sind überprüfbar, von daher darf sich der Verbraucher auf ein Lebensmittel von hohem Gesundheitswert freuen.

Pilze haben einen verschwindend geringen Fettanteil

Besonders ans Herz gelegt seien die Pilze denen, die mit überflüssigen Pfunden kämpfen - immerhin die Hälfte aller Pilzfreunde: Mit Pilzen kann man sich sozusagen "schlank schlemmen". Pilze sind reich an wertvollen Mineralien und Inhaltsstoffen. Shii-take, der beliebteste Speisepilz in China und Japan, genießt sogar eine Reputation als Heilmittel und wird in Asien "König der Pilze" genannt.

Zuchtpilze sind in der Küche unkompliziert

Bei der Zubereitung sind die Zuchtpilze unproblematisch. Man braucht sie nicht zu waschen oder gar zu schälen, dabei verlieren sie nur an Aroma. Nur die Wachstumsreste in Form von Stroh oder Torf müssen entfernt werden, in dem man die Pilze mit Küchenkrepp abreibt. Grundsätzlich wird der Stängel neu angeschnitten. Große Pilze werden halbiert oder geviertelt. Nur bei Saucen sollte man die Pilze feinhacken, weil sie so ihr Aroma am besten entfaltet. Ansonsten vertragen Pilze fast jede Zubereitungsart, ob gebraten, gedünstet, gegrillt, überbacken oder roh. Zwiebeln und Knoblauch sind die kongenialen Partner zum Omelett mit Pilzen.

Einfrieren und Auftauen

Frische Pilze kann man zur Lagerung einfrieren, schon aufgetaute Pilze sollte man allerdings direkt verarbeiten.

Je frischer desto besser

Beim Kauf sollte man auf die frische des Produkts achten, denn der hohe Wassergehalt führt nach der schnell zu Gewichtsverlusten und Schrumpfung. Höchstens sechs Tage sollten Pilze alt sein, bevor sie in der Küche verarbeitet werden.

Frische Pilze durch Kleinanbau

Mit wenig Aufwand kann man Champignon, Austernpilze, Shii-take und Braunkappen auch selbst kultivieren. Verschiedene Internetauftritte bieten fertige Pilzbrut und Anbauanleitungen an. Mit wenigen Handgriffen wir dann der Postkarton zu einem Champignongewächshaus umgebaut. Dann gilt es nur noch die richtiger Temperatur und Feuchtigkeit einzuhalten. Von einem mit Pilzbrut infizierten Ballen erntet man über einen Zeitraum von mehreren Monaten immer wieder frische, gesunde und leckere Champignons. So ähnlich verhält es sich auch bei Austernpilz, Shii-Take und Braunkappe, bei denen Holz beziehungsweise Stroh mit der Pilzbrut infiziert werden.

Weltweit ist der Champignon am bekanntesten

Der beliebteste Zuchtpilz ist der Champignon, weltweit findet er in zahlreichen Speisen wegen seines typischen Pilzaromas Verwendung. Egal ob als Steinchampignon, schwarzer oder weißer Champignon

Bild- und Textautor, Jo Scholten

Hermann Josef Scholten - Freier Journalist, Bild- und Textautor. Arbeiten aus der Produktion sind bislang unter anderen in GEO, stern, Merian, Playboy, Kölner ...

rss