Oscarpreisträger Russell Crowe gilt als einer der besten Schauspieler seiner Generation. Der aus Neuseeland stammende Star wurde dreimal hintereinander für den Oscar nominiert: für „Insider“ (1999), „Gladiator“ (2000) und „A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn“ (2001). Für seine Leistung in Ridley Scotts „Gladiator“ erhielt er dann die Auszeichnung! Und am 12. April 2010 durfte sich Russell Crowe wie so manch anderer vor ihm verewigen: Er erhielt seinen Stern auf dem „Walk of Fame“ in Hollywood!
Russel Crowe: Schon immer an der Seite der Hollywood-Stars
Sehen konnte man Crowe zuletzt in der Universal-Produktion „State of Play – Stand der Dinge“ mit Rachel McAdams und Ben Affleck; in Ridley Scotts Agentendrama „Der Mann, der niemals lebte“ mit Leonardo DiCaprio; in „Todeszug nach Yuma“ neben Christian Bale und schließlich in Ridley Scotts „American Gangster“ an der Seite von Denzel Washington.
In Ridley Scott, so lässt sich vermuten, hat Crowe seinen persönlichen Regisseur gefunden. Vielleicht aber ist es auch genau umgekehrt: Vielleicht war Scott auf der Suche nach einem Schauspieler, der seine Neigung (überwiegend) für männliche-starke Typen überzeugend präsentieren konnte.
Russell Crowe: als Schauspieler auch für eine Romanze gut
Crowe kam nicht erst durch seine Oscar-Nominierungen in den Dunstkreis von Hollywood. Schon zuvor hatte er in einigen wichtigen Produktionen sein Können demonstrieren können. So trat er in Curtis Hansons Kriminaldrama „L.A. Confidential“ auf, wo er den Polizisten Bud White spielte. In Ron Howards „Das Comeback“ übernahm er die Hauptrolle als Jim Braddock. Und in (mal wieder:) Ridley Scotts „Ein gutes Jahr“ zeigte er seine Wandlungsfähigkeit vom zynischen Finanzhai und skrupellosen Börsenmakler hin zu einem Romantiker, der in der Provence (Frankreich) ein Weingut-Erbe antritt und dabei die Liebe kennenlernt. In bester Erinnerung ist er noch als fieser Gegenspieler von Denzel Washington in „Virtuosity“. Und last but not least gab er eine glänzende Leistung ab in „Lebenszeichen – Proof of Life“ von Taylor Hackfords.
Russel Crowe: Ehre und Auszeichnung in seiner Heimat Australien
Crowe kam 1964 in Wellington, Neuseeland, zur Welt und wuchs in Australien auf. Drei Jahre hintereinander würdigte das Australian Film Institute (AFI) seine Leistungen, zunächst 1991 mit einer Nominierung für die Hauptrolle in „The Crossing“. Ein Jahr später gewann er den Nebendarstellerpreis des AFI mit „Proof – Der Beweis“, und 1992 erhielt er die Darstellerpreise des AFI und der australischen Filmkritiker für seine Leistung in dem umstrittenen Spielfilm „Romper Stomper“. 1993 wurde Crowe zudem vom Internationalen Filmfestival Seattle als Bester Schauspieler für seine Leistung in „Romper Stomper“ und „Sommer des Erwachens“ ausgezeichnet.
Heute lebt Crowe in Australien. Das Land, genauer: die australischer Post, hat ihm eine ganz besondere Ehre erwiesen: In ihrer Briefmarken-Reihe „Australian Legends“ ist er neben Nicole Kidman, Geoffrey Rush und Cate Blanchett sowohl als Person als auch in seiner Rolle als Gladiator abgebildet!
Und mit Cate Blanchett hat Russell Crowe nun unter der Regie von Ridley Scott das Epos „Robin Hood“ als Titelheld auf die Leinwand gebracht. Der Film eröffnet die 63. Festspiele von Cannes, einen Tag später, am 13. Mai 2010, folgt die Deutschlandpremiere.
