Zur Ruhe kommen, den Alltag positiv erleben, Negatives loslassen

Loslassen und zur Ruhe kommen.  - Maria Warmuth
Loslassen und zur Ruhe kommen. - Maria Warmuth
Der Alltag positiver zu gestalten, gelingt durch Loslassen von Ärger und negativen Gefühlen, bewusstes Erleben, Entscheiden und Handeln; carpe diem.

Eingespannt im Laufrad von Verpflichtungen zieht das Leben vorüber. Sich hingeben und Erleben werden auf das Wochenende oder den Urlaub verschoben, die dann die angesammelten hohen Erwartungen nicht erfüllen können. Deshalb ist es wichtig, täglich die kleinen Zeiteinheiten der Lebensspanne, die Tage und Momente, bewusster zu erleben. Auch gute Tage sind vor Reinfällen nicht gefeit, beispielsweise kann sich ein neues Hobby als Flop entpuppen oder völlig faszinierend sein. Um das herauszufinden, muss man die Dinge zuerst angehen.

Spiritualität im Alltag als Summe der Lebensspanne

Auch im hektischen und verplanten Alltag kann Zeit reserviert werden, um sich an kleinen Kraftoasen zu weiden. Aufgesetzte Fröhlichkeit oder krampfhafte Beschäftigung, um viel zu erleben, sind damit nicht gemeint, sondern bewusstes Spüren. Dafür muss kein großer Aufwand inszeniert werden. Ein Spaziergang mit klar aufgenommenen Sinneseindrücken befriedigt die Seele mehr als fünf achtlos erlebte Unternehmungen. Das bewusste Erleben ist der Grundstock, um alle Erlebnisse des Alltags auszukosten und sich an neuen Erfahrungen zu laben.

Im Alltag positive Gedanken pflegen

Zu viele Belastungen vergangener Ereignisse machen den Alltag grau und trist. Es ist klar, das schwer wiegende Schicksalsschläge betrauert werden müssen. Alltägliche Ärgernisse ändern sich jedoch durch ständiges Hinterfragen und Grübeln nicht und lähmen zusätzlich das Handlungsvermögen. Besser als in der Emotion stecken zu bleiben, ist die jetzige Situation aktiv zu verbessern und zu retten, was noch zu retten ist. "Welchen Schritt erwartet das Leben jetzt von mir?"

Im Alltag negative Gefühle abbauen, um Raum für neue Eindrücke zu schaffen

  • Planen Sie einen konkreten Zeitrahmen, indem sie sich ihren Problemen widmen, Lösungen suchen und diese umsetzen, um sie danach ruhen zu lassen. Kommen Sie auf keinen grünen Zweig, denken Sie an die kritische Situation, ersetzen sich dabei aber durch eine bekannte Person. Wie würde diese reagieren?
  • Ist der Ärger fest im Bewusstsein verankert, kann diese Energie in die Dynamik körperlicher Bewegung geleitet werden. Walking oder ein Boxsack, den man malträtiert, Gespräche und Bewegungstänze befreien Körper und Geist. In einigen Fällen sind Hilfsmittel wie Entspannungsübungen, die Lieblingsmusik oder frischer Rettichsaft, (getrunken) der die Produktion der Gallenflüssigkeit ankurbelt, nötig, um den Energiefluss in Gang zu bringen.
  • Das Aufschieben vieler kleiner Dinge mutiert zur Dauerbelastung. Beizeiten Erledigtes macht den Kopf frei.

Den Tag bewusst gestalten

" Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen." (Seneca)

Nachdem Sie gröbere Bürden gedanklich beseitigt haben, kann der Tag nach Belieben gestaltet werden. Ist er frei von beruflichen Verpflichtungen, wählen Sie nach Stimmung, ob Sie entspannen oder etwas unternehmen möchten. Die Einfälle spontan auf zu schreiben, lässt Ideen fließen. Vielfältige Möglichkeiten bieten heutzutage die Qual der Wahl. Lassen Sie sich von ihren tatsächlichen Interessen leiten. Was sich nicht realisieren lässt, weil Ihnen beispielsweise bei schlechtem Wetter eine Wanderung nicht behagt, einfach von der Liste streichen. Es bleiben gewiss noch Dinge, die sie heute unternehmen können und die Spaß machen.

Und dann tun Sie es! Nur was in die Tat umgesetzt wird, bereichert das Leben. Passivität ist zwar bequemer und Erwartungen können enttäuscht werden. Unterm Strich werden Sie aber durch neue Eindrücke und ein selbstbestimmtes Leben belohnt.

Positive Energie für den Arbeitsalltag

Der Arbeitsalltag wird, sofern man nicht selbstständig tätig ist, von den Unterweisungen des Arbeitgebers bestimmt. Hier ist Kreativität gefragt. Ein morgendliches Brainstorming auf der Suche nach vielen kleinen Verbesserungen, die insgesamt zu einem deutlichen Unterschied führen, kann den Tag retten.

Kleine Kraftoasen und Rituale im Arbeitsalltag

  • Nehmen Sie ihr Lieblingsgetränk oder eine gesunde Leckerei zur Arbeit mit, auf die Sie sich freuen.
  • Kleine Quellen der Frische beleben und steigern das Wohlbefinden: Aromaöl bessert das Raumklima und die Stimmung. Zitronenöl reinigt den Geist und Pfefferminzöl kreisend auf die Schläfen verteilt, erfrischt. Das Fenster mehrmals für ein Sauerstoffbad zu öffnen und die Handgelenke unter fließendes kaltes Wasser zu halten, sind Wellness-Behandlungen für den Alltag.
  • Will eine Arbeit überhaupt nicht von der Hand gehen, widmen Sie sich kurz einer leichteren Aufgabe. Danach lässt sie sich leichter erledigen.
  • Senden Sie ihrem Liebsten in der Mittagspause einen lieben Gruß per SMS oder machen Sie einen Spaziergang und halten Sie bei neuen Eindrücken in der Umgebung inne.
  • Wenn Sie kein Lob für Ihre Arbeitsleistung erhalten, können Sie sich ruhig selber für gelungene Tätigkeiten loben. Das Selbstlob ist motivierend, Ihre Stimmung ist stabiler, weil Sie sie nicht von äußeren Einflüssen abhängig machen und ohnehin gehen viele Menschen viel zu lieblos mit sich um.
  • Ein guter Tag summiert sich aus gelungenen Augenblicken. Sammeln Sie gute Momente. Das kann ein Morgen mit Sonnenschein, die Romantik einer verregneten Landschaft, eine nette Geste, eine überraschende Begegnung oder ein Glas Wein am Abend sein .

Bei der positiven Gestaltung der Nächte, nimmt der Schlaf zum Glück einen Großteil der Planung ab.