
- Damen und Herren sind die Nr. 1 im Hallenhockey - pixabay - Kleekarl
Vor 5.000 Zuschauern in der Arena Leipzig begeisterte das deutsche Damen-Team im Endspiel der Hallenhockey-EM. Nach einem Siebenmeter-Krimi setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Marc Herbert mit 5:4 gegen Weißrussland durch. In einem an Höhepunkten armen Finale hatten die deutschen Herren beim deutlichen 4:0 gegen Tschechien keine Mühe.
Die Bronzemedaille bei den Damen sicherte sich Polen nach einem 4:3-Sieg gegen die Niederlande. Dritter bei den Herren wurde Österreich, das die Niederlande mit 5:3 besiegte. England und die Schweiz steigen bei den Herren in die EuroHockey Nations Trophy, die Hallen-B-Europameisterschaft, ab. Bei den Damen müssen Spanien und die Ukraine den Gang in die Zweitklassigkeit antreten.
Torschützenkönigin des Turniers bei den Damen wurde die Österreicherin Irene Balek mit neun Treffern. Die Torjägerkanone bei den Herren sicherte sich der Engländer Ashley Jackson, der elfmal erfolgreich war.
Damen-Finale: Weißrussland – Deutschland 4:5 (2:2, 0:0) nach Verlängerung und Siebenmeterschießen
Im ersten Durchgang tasteten sich beide Mannschaften und es fielen keine Tore. Nach dem Seitenwechsel gingen die Weißrussinnen durch Treffer von Yuliya Mikheichyk und Alesia Piotukh per Strafstoß mit 2:0 in Führung. Gegen die starke Defensive fand das deutsche Team zunächst kein Mittel. Dinah Grote von Etuf Essen erzwang mit zwei Toren in der 33. und 36. Minute die Verlängerung, die aber torlos blieb. So musste das Siebenmeterschießen die Entscheidung bringen. Zur Finalheldin avancierte Torhüterin und Lokalmatadorin Karoline Amm vom ATV Leipzig, die drei Siebenmeter abwehrte. Kerstin Holm vom TuS Lichterfelde versenkte schließlich den entscheidenden Ball zum Turniersieg.
Endplatzierungen des Damenturniers
- Deutschland
- Weißrussland
- Polen
- Niederlande
- Tschechien
- Österreich
- Spanien
- Ukraine
Herren-Finale: Tschechien – Deutschland 0:4 (0:1)
In der ersten Halbzeit waren die Tschechen dem Turnierfavoriten ebenbürtig. Tobias Hauke vom Harvestehuder THC erzielte nach einer Strafecke in der 16. Minute die 1:0-Führung für die deutsche Mannschaft. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Deutschland den Druck, Matthias Witthaus vom Mannheimer HC sorgte für das 2:0 in der 32. Spielminute. Drei Minuten später gelang Thilo Stralkowski von Uhlenhorst Mülheim das 3:0. Tschechien wechselte darauf den Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler aus, aber ohne Erfolg. Nach einem Konter erzielte Benjamin Wess von Rot-Weiss Köln zwei Minuten vor Spielende den 4:0-Endstand.
Die Rangliste bei den Herren
- Deutschland
- Tschechien
- Österreich
- Niederlande
- Spanien
- Russland
- England
- Schweiz
Die nächsten EuroHockey Hallen-Europameisterschaften der Damen und Herren finden Anfang 2014 statt. Der Ausrichter ist noch nicht bekannt.
Quellen
- Deutscher Hockey-Bund
- EHF – European Hockey Federation
