Zwiebel ziehen im Garten

Die Küchenzwiebel stellt wenig Ansprüche im Garten - Ingrid Oertel
Die Küchenzwiebel stellt wenig Ansprüche im Garten - Ingrid Oertel
Die Zwiebel, Allium cepa, ist ein beliebtes Würzgemüse in der Küche. Damit ihr Anbau im Garten gelingt, hier ein Rezept.

Man nennt sie auch Zippel, Zipolle oder Bolle, die allseits bekannte Küchenzwiebel. Sie hat in der Küche ihren angestammten Platz und ist dort nahezu unverzichtbar. Wegen ihres herzhaften Geschmacks und aufgrund ihrer Heilkraft lässt sie sich sehr vielseitig nutzen.

Die Zwiebel beinhaltet viele Vitamine und Mineralstoffe: Vitamin A, B1, B2, B6 und Vitamin C. Sie ist reich an Zink, Kalium, Kalzium, Niacin und Phosphor. Außerdem besitzt sie Fluor, Eisen, Selen, Jod, Folsäure und reichlich Zink. Das macht die Küchenzwiebel zu einem rundum gesunden Gemüse.

Zwiebeln gedeihen im Garten oft nicht optimal

Die meisten Hobbygärtner wollen nicht auf den Anbau der gesunden Knollen verzichten und gewähren ihnen gerne ein eigenes Plätzchen auf dem Gartenbeet.

Das würzige Gemüse lässt sich aus Samen wie auch aus den kleinen Saatzwiebeln ziehen. Aus Saatzwiebeln gewonnene Küchenzwiebeln lassen sich meist nicht so gut lagern wie ihre aus Samen gezogenen Schwestern.

Doch auch wer die kleinen schwarzen Zwiebelsamen im Garten aussät, hat nicht immer den gewünschten Erfolg. Manchmal keimen die Samen nicht oder die jungen Triebe stehen auf dem Speiseplan der Schnecken.

Wer hingegen auf Nummer Sicher geben möchte, zieht seine Gartenzwiebeln zunächst in kleinen Töpfchen vor.

Vorgezogene Zwiebeln wachsen im Garten zuverlässig weiter

Bereits im Februar kann man damit beginnen, die Zwiebeln für den Garten im Haus vorzuziehen. Je nachdem, wie viele Zwiebeln man haben möchte, bereitet man zehn bis 20 kleinere Blumentöpfe entsprechend vor.

Diese sind mit normaler Blumen- oder Aussaaterde zu füllen. In die Mitte eines jeden Töpfchens legt man dann etwa acht kleine Zwiebelsamen und bedeckt sie mit etwa einem Zentimeter Erde. Anschließend die Erde etwas andrücken und angießen sowie an einem hellen kühlen Platz stellen.

Die auskeimenden Samen bilden kleine Horste und entwickeln sich nach außen, wo sie genügend Platz vorfinden. In Horsten gezogene Zwiebeln besitzen mehr Stabilität als einzeln gezogene.

Übrig gebliebene Zwiebelsamen bleiben 2-3 Jahre keimfähig, vorausgesetzt sie werden trocken gelagert.

Der richtige Zeitpunkt für das Umziehen der Zwiebeln aufs Gartenbeet

Im März und im April ist - je nach Wetterlage und Region - der optimale Zeitpunkt, die jungen Zwiebelhorste langsam abzuhärten. Anschließend können sie in den Garten umsiedeln.

Dafür kann ein sonnig gelegenes Gartenbeet für das beliebte Gemüse vorbereitet werden. Wichtig ist hierbei, dass alle Wildkräuter sorgfältig vom Beet entfernt werden. Da Zwiebeln zu den Flachwurzlern zählen, kann später bei der Bodenbearbeitung nicht mehr sehr tief gehackt werden. Deshalb ist es so wichtig, das Beet bereits vor der Einpflanzung der Zwiebelhorste zu jäten. Auch möchten Zwiebeln nicht in unmittelbarer Nachbarschaft von Bohnen und von Kohlgewächsen stehen. Gerne gedeihen sie aber in der Nähe von Salat, Gurken, Möhren, Tomaten und Zucchini.

Die kleinen Zwiebelhorste werden am besten flach in Reihen gesetzt. Die Erde sollte die jungen Zwiebelpflanzen nur gerade so bedecken, dass sie oben noch heraus schauen. Mit einem Abstand von etwa 50 Zentimeter nach allen Seiten können sie sich optimal entwickeln.

Was ist bei der Pflege und beim Ernten der Zwiebeln zu beachten

Zwiebeln lieben einen trockenen Boden - also nicht zuviel gießen - der nicht tiefgründig gelockert wurde. Auch zuviel Dünger mögen sie nicht. Etwas handelsüblicher Dünger, welcher einen niedrigen Gehalt an Stickstoff und stattdessen etwas mehr Kali und Phosphor besitzt, sorgt für festfleischige haltbare Knollen.

Erntezeit ist ab Ende August. Werden die Zwiebeln zu früh geerntet, neigen sie zur Fäulnis.

Die früher gebräuchliche Methode, das Zwiebellaub im Spätsommer nieder zu treten, gilt längst als überholt. Besser ist es, mit der Grabegabel die Erde rund um die Zwiebelhorste etwas anzuheben. Damit lösen sich die Wurzeln von der Erde, die Wasserzufuhr wird unterbrochen und die Zwiebeln können in Ruhe und unverletzt ausreifen.

Wenn das Zwiebellaub trocken ist, lassen sich die Knollen leicht aus der Erde ziehen. Jetzt müssen sie nur noch nach trocken, am besten an einem trockenen luftigen Ort.

Ingrid Oertel, Matthias Oertel

Ingrid Oertel - Texterin und Journalistin Ich schreibe am liebsten über Natur- und Gartenthemen Mit der Kamera halte ich gerne spannende ...

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