StartAllgemeinSchnellster Tennisaufschlag & Aufschlagrekorde im Tennis

Schnellster Tennisaufschlag & Aufschlagrekorde im Tennis

Der Aufschlag im Tennis ist mehr als nur der Start eines Ballwechsels – er kann ein Spiel dominieren, Punkte direkt gewinnen und den Gegner unter enormen Druck setzen. Besonders bei Profis erreichen diese Schläge Geschwindigkeiten, die an die Grenzen der Physik stoßen. In diesem Artikel beleuchten wir die beeindruckendsten Rekorde rund um den Aufschlag, basierend auf offiziellen Messungen der ATP, WTA und ITF. Als Einsteiger erhalten Sie hier nicht nur Fakten, sondern auch Erklärungen, warum diese Leistungen so außergewöhnlich sind.

Die Grundlagen: Was macht einen Tennisaufschlag zum Rekord?

Für Neulinge im Tennis: Der Aufschlag muss diagonal im gegnerischen Aufschlagfeld landen. Der Spieler hat zwei Chancen pro Punkt. Ein „Ace“ liegt vor, wenn der Ball nicht returniert werden kann. Die Geschwindigkeit wird mit Radargeräten gemessen, direkt nach dem Schlägerkontakt. Faktoren wie Körpergröße, Technik, Schläger und Belag (z. B. Gras vs. Sand) spielen eine Rolle. Rekorde werden nur in offiziellen Turnieren anerkannt – Challenger-Events zählen, aber nicht Exhibition-Matches. Die ITF überwacht historische Daten, während ATP und WTA tour-spezifische Bestleistungen festhalten. Ein starker Aufschlag basiert auf guter Biomechanik – der Schwung beginnt bei den Beinen, geht über den Rumpf und endet im Arm. Moderne Schläger mit leichteren Materialien und speziellen Saiten verstärken die Power, aber Technik ist entscheidend, um Verletzungen wie Schulterprobleme zu vermeiden.

Die schnellsten Aufschläge im Tennis aller Zeiten

Der absolute Geschwindigkeitsrekord stammt aus dem Jahr 2012 und wurde bei einem Challenger-Turnier aufgestellt. Hier die Top-Marken bei den Männern, sortiert nach Geschwindigkeit:

RangSpielerGeschwindigkeitTurnier/JahrHintergrund
1Sam Groth (Australien)263,4 km/h (163,7 mph)Busan Open Challenger 2012Dank seiner 1,96 Meter Körpergröße und optimaler Technik; hält seit über einem Jahrzehnt.
2Albano Olivetti (Frankreich)257 km/h (160 mph)Challenger-Event 2012Spezialist für harte Beläge.
3John Isner (USA)253 km/h (157,2 mph)Davis Cup 2016Schnellster in einem ATP-zertifizierten Event; 2,08 Meter groß.
4Ivo Karlovic (Kroatien)251 km/h (156 mph)Davis Cup 20112,11 Meter groß, der Inbegriff des „Big Servers“.
5Milos Raonic (Kanada)249,9 km/h (155,3 mph)ATP-MatchesKombiniert Speed mit Präzision.

Bei den Frauen führt Georgina García Pérez (Spanien) mit 220 km/h aus dem Jahr 2018, obwohl dies nicht immer offiziell von der WTA bestätigt wird, da es in der Qualifikation passierte. Die offizielle WTA-Rekordhalterin ist Sabine Lisicki mit 210,8 km/h (2014). Andere starke Serverinnen wie Aryna Sabalenka (214 km/h) folgen.

Aktuelle Highlights: Giovanni Mpetshi Perricard (Frankreich) knackte 2025 bei Wimbledon 246,23 km/h und hält mit 237 km/h den Rekord für den schnellsten zweiten Aufschlag. Ben Shelton (USA) erreichte 232 km/h bei den Australian Open 2026. Diese Werte zeigen, wie Technologie (z. B. modernere Schläger) und Training die Grenzen erweitern – junge Spieler wie Perricard (2,03 Meter) profitieren von verbesserten Trainingsmethoden.

Rekorde für den schnellsten Tennisaufschlag bei spezifischen Turnieren und Belägen

Große Slams haben eigene Bestmarken, da der Untergrund die Geschwindigkeit beeinflusst:

  • Wimbledon (Gras): Giovanni Mpetshi Perricard mit 246,23 km/h (2025). Zuvor Taylor Dent mit 238,2 km/h (2010).
  • Australian Open (Hartplatz): Ben Shelton mit 232 km/h (2026), gefolgt von Reilly Opelka und anderen US-Amerikanern.

Diese Werte verdeutlichen, wie Gras den Ball schneller macht, während Sand die Geschwindigkeit verlangsamt.

Die meisten Asse im Tennis: Quantität statt nur Speed

Nicht nur Geschwindigkeit zählt – die Häufung von Assen kann Matches entscheiden. Hier die Highlights:

  • Meiste Asse in einem Match: John Isner mit 113 (gegen Nicolas Mahut, Wimbledon 2010 – das längste Match der Geschichte). Ivo Karlovic folgt mit 61 (US Open 2016). Aktuell: Reilly Opelka mit 48 (Brisbane 2026), Milos Raonic mit 47 (Queen’s 2024).
  • Meiste Asse in einem Turnier: John Isner mit 214 (Wimbledon 2018). Bei den Frauen: Serena Williams mit 102 (Wimbledon 2012). Jannik Sinner brach 2026 bei den Australian Open zweimal den Ace-Rekord in einem Match.
  • Karriere-Rekord: John Isner mit über 14.600 Assen, gefolgt von Ivo Karlovic (ca. 13.700). Taylor Fritz führte 2025 die Tour an, aber genaue Zahlen variieren; Alexander Zverev hatte 97 Asse bei den Australian Open 2026.

Diese Rekorde zeigen, wie Server wie Isner (über 2 Meter) durch Konsistenz dominieren.

Längste Aufschlagserien und weitere Highlights im Tennis

  • Längste Serie von Assen in Folge: Sam Querrey mit 10 (2007 Indianapolis gegen James Blake). Andere: Andy Roddick mit 7 (2004). Radek Štěpánek erreichte 8 (2006 Rotterdam), aber Querrey hält den Benchmark.
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